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Meditation lernen

Meditation lernen – eine einfache Anleitung für Anfänger

Meditation ist die Königsdisziplin, um sich seiner selbst wieder bewusster zu werden. Und Meditieren lernen ist nicht schwer. Ganz im Gegenteil!

Viele wollen auch mit der Meditation anfangen, doch sie wissen nicht, wie sie beginnen sollen. Das Thema wird nämlich auch häufig unnötig verkompliziert. Und deswegen geben viele dann auf, weil es zum ewigen Krampf wird und die Effekte ausbleiben.

Damit dies nicht auch bei dir passiert, hier mein Artikel, der dir den Start in die Meditation so einfach wie möglich machen soll …

Warum das Meditieren lernen?

Meditation mag sich zunächst nach Zeitverschwendung und esoterischem Getue anhören. Ich selber war lange Zeit skeptisch … Mittlerweile möchte ich die positiven Effekte meiner täglichen Meditations-Sessions jedoch nicht mehr missen!

Und die positiven Effekte von Meditation werden mittlerweile auch immer mehr durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt. Meditation kann schon mit wenigen Sitzungen eine nachhaltige Veränderung im Gehirn bewirken.

Und es gibt tatsächlich viele gute Gründe, das Meditieren lernen zu wollen. Zu den häufigsten zählen dabei wohl entweder die Stressbewältigung oder auch die Suche nach einer Art spirituellen Erfahrung.

Meditation kann dir aber auch dabei helfen:

  • Ängste zu bewältigen,
  • dein Selbstbewusstsein zu stärken,
  • Grübeleien abzustellen,
  • fokussierter zu werden,
  • die Aufnahmefähigkeit zu steigern,
  • deine Kreativität zu fördern,
  • Antriebslosigkeit zu überwinden,
  • viel frischer im Alltag zu sein …

Die Vorteile der Meditation sind also schier grenzenlos!

Meditation kann dir tatsächlich sogar beim Abnehmen helfen, denn du erlangst dabei ein ganz neues Körperbewusstsein. (mehr dazu später)

Im Alltag wirst du gleichzeitig frischer und entspannter auftreten. Deshalb ist die Zeit, die du ins Meditieren investierst, auch keine verlorene Zeit. Du wirst vielmehr Zeit gewinnen, denn du wirst immer weniger Zeit mit deinen Tagträumereien verlieren.

Mittlerweile wird Meditation sogar auch zunehmend zur Behandlung körperlicher und psychischer Beschwerden und Krankheiten eingesetzt. Durch Meditation können nämlich Selbstheilungskräfte aktiviert werden, die Heilungen beschleunigen und Erkrankungen vorbeugen. Ja, sogar Schmerzen können durch Meditation gelindert werden. Es ist also mehr als eine reine Entspannungsübung! Und so solltest auch du möglichst bald mit dem Meditieren beginnen und die vielen Vorteile der Meditation am eigenen Leib erfahren.

Was ist Meditation?

Wenn ich Meditation in einem Satz beschreiben sollte, dann würde ich wohl sagen: „Es ist dein natürlicher Zustand im Hier und Jetzt„. Denn im Grunde macht man beim Meditieren ja nichts anderes, als einfach zu „beobachten“.

Es ist die Frage: „Wie nehme ich mich und meine Umwelt gerade wahr?“

Und dabei muss man auch noch nicht einmal im Schneidersitz auf dem Boden sitzen. Du kannst in jedem Moment meditieren. Während du zur Bushaltestelle läufst, du in der Schlange im Supermarkt stehst oder mit deinem Gegenüber an der Kasse sprichst …

Du kannst dich nämlich in jedem Moment fragen:

  • Was erlebe ich gerade?
  • Wie fühle ich mich?
  • Worüber denke ich gerade nach?
  • Was schmecke, rieche, sehe ich gerade in diesem Moment?
  • (Und wer erlebt all dies eigentlich??)

Es geht im Prinzip darum, sich absolut auf den jetzigen Augenblick einzulassen und diesen zu untersuchen. „Was passiert, wenn ich sämtliche Kontrolle fallen lasse und den Gedankenstrom verlasse?“

Alle Techniken und Rituale, die du um deine Meditation herum praktizieren kannst, können dir im Grunde nur dabei helfen, dich besser auf diesen Moment einzulassen, loszulassen und zum Beobachter zu werden.

An eine genauere Definition zur Meditation trauen sich jedoch nur die wenigsten. Es ist eine tiefe innere Erkenntnis, die nur über die eigene Erfahrung erlangt werden kann. Jeder Versuch einer genauen Erklärung würde hier leicht in die falsche Richtung zielen.

Denn viele versuchen dann auch krampfhaft dieses eine Ziel, diesen einen Zustand zu erreichen und halten sich dadurch im Grunde immer wieder selbst davon ab, „Fortschritte“ zu machen.

Du willst deinem natürlichen Zustand näher kommen, die Kontrolle fallen lassen. Doch dies erreichst du nicht, indem du ein bestimmtes Ziel verfolgst, einen bestimmten Zustand anstrebst. Du tust also tatsächlich gut daran, „dem Kind“ überhaupt keinen Namen geben zu wollen.

Wie kann ich Meditation lernen?

Wie gerade erwähnt, würde dabei ein bestimmtes Ziel anzustreben, im Grunde immer in die falsche Richtung zielen. In dem Zusammenhang von „lernen“ zu sprechen ist also eigentlich auch die falsche Wortwahl.

Tatsächlich gibt es da nämlich auch eigentlich gar nichts zu lernen. Du meditierst nämlich auch jetzt schon tagsüber immer mal wieder, ohne es zu wissen. Auch du hast mit Sicherheit diese Momente, wo du „die Ebene deiner Gedanken“ verlässt und ganz bei dir selbst bist. Auch wenn du es bis jetzt vielleicht noch nicht wirklich bewusst tust.

Und eins möchte ich direkt einmal vorwegnehmen. Erzwingen lässt sich beim Meditieren rein gar nichts!

Viele gehen die Sache nämlich total verkrampft und verkopft an. Sie versuchen den meditativen Zustand zu erarbeiten, doch deswegen geraten sie auch schnell in eine Sackgasse. Denn Meditation ist keine harte Arbeit. Es ist der „Weg des Erwachens“ und zum Aufwachen ist schließlich keine Anstrengung notwendig.

Die Meditation: Anleitung für Anfänger

Meditieren im Liegen

Bei der Meditation kommt es weniger auf die richtige Technik an. Es hat vielmehr mit deiner inneren Einstellung zu tun und wie sehr du dich darauf einlässt.

Wichtig ist, dass du mit Interesse an die Sache rangehst und nicht einfach nur stumpf deine paar Minuten „absitzt“. Gönn dir ganz einfach ein paar Minuten Auszeit und beobachte interessiert, was in dir vorgeht.

Wenn du jedoch meinst, einen meditativen Zustand erzwingen zu können, dann wirst du vermutlich nach nicht allzu langer Zeit entmutigt aufgeben.

Sieh meine Anleitung von daher auch eher als einen Vorschlag zur Orientierung. Versuch nicht krampfhaft die einzelnen Schritte abzuarbeiten. Nimm sie als eine Art Leitfaden und finde irgendwann deinen ganz eigenen Weg der Meditation. 

OK. Los geht’s …

1. Dein Meditationsplatz

Suche dir einen möglichst ruhigen Platz, an dem du dich wohlfühlst. Setz dich am besten entspannt hin – auf einen Stuhl, einen Sessel, eine Couch … Du kannst dich zum Meditieren sogar hinlegen. (Die Gefahr einzuschlafen ist dann jedoch recht groß.) Mach dich wegen der Meditations-Position aber nicht verrückt.

Viele versuchen hier Ewigkeiten, die perfekte Sitzposition einzunehmen. Doch darauf kommt es gar nicht so sehr an.

Deine Haltung sollte nur möglichst „offen“ sein, also nicht irgendwie verkrampft oder „ablehnend“. Du willst dich bei deiner Meditation „öffnen“ und alles zulassen, was geschieht. Deine Haltung sollte diesen Prozess also im Grunde auch widerspiegeln, denn deine äußere Haltung entspricht in gewisser Weise auch immer deiner inneren.

Du kannst dich natürlich auch direkt in der Lotus-Position, also mit dem Fuß auf dem Knie, auf den Boden setzen. Aber verrenken musst du dich nicht. Starte lieber entspannt. Schmerzen solltest du nämlich nicht haben. Leg dir dann auch am besten eine Decke oder Yogamatte auf den Boden, wenn du dort meditieren willst. Du willst dich schließlich auch nicht verkühlen oder unbequem sitzen.

2. Sorge für Ruhe

Schalte dein Handy auf lautlos und sorge auch sonst möglichst dafür, dass dich in den nächsten Minuten nichts und niemand stören kann. Stell dir einen Wecker, wenn du nur begrenzt Zeit hast. Nach oben ist zeittechnisch bei der Meditation natürlich keine Grenze gesetzt. Du kannst gerne auch direkt für Stunden meditieren, wenn du die Zeit und Lust dazu hast. Doch versuch hier wirklich nichts übers Knie zu brechen.

Auch 10 Minuten reichen am Anfang schon locker aus, um etwas zu bewirken.

Taste dich lieber erst langsam ran und mach immer nur so viel, wie gerade bereit bist, in diese Zeit der „Einkehr“ zu investieren. Mach diese Zeit wirklich zu deiner Zeit und freu dich immer wieder darauf, ein wenig mehr über dich selbst zu erfahren.

Meditieren für Anfänger

3. Die Meditation

Sobald du eine für dich bequeme Sitzposition gefunden hast, kannst du deine Augen schließen und ein paar tiefe Atemzüge in deinen Bauch nehmen.

Bleib eine Weile nur bei deinem Atem und versuche deinen Fokus in deinen Körper zu richten. Beobachte, wie die Luft in dich ein- und wieder ausströmt. Dein Atem hat bei der Meditation im Grunde immer die Funktion eines „Ankers“.

Du richtest deinen Fokus immer wieder weg von deinen Gedanken und findest ins „Hier und Jetzt„.

Während der Meditation bin ich ein großer Freund davon, es so einfach wie möglich zu halten, denn im Grunde ist es alles immer nur 1 Schritt.

Du wirst zum Beobachter.

Du beobachtest deinen Körper, deine Gedanken und „trittst in gewisser Weise ein Stück zurück“. Dadurch beendest du jedoch gleichzeitig auch in einem Schritt die Identifikation mit deinen Gedanken …

Nutze dazu immer wieder den „Anker des Atems“, um zum Beobachter zu werden. „Scanne“ durch deinen gesamten Körper. Nimm einfach nur wahr, was gerade in dir vorgeht, ohne den Wunsch irgendetwas dabei zu verändern.

Deshalb ist es im Grunde auch möglich immer und überall zu meditieren. Du kannst nämlich jederzeit einfach einmal „heraustreten“ und deine Gedanken, Gefühle … beobachten.

Eine weiterführende Frage könnte dann irgendwann sein: „Wer beobachtet denn gerade all dies?“

Denn wenn du deinen Körper, deine Gedanken und Emotionen beobachten kannst, wie kannst du all dies dann wirklich sein? Du erkennst, dass du mehr bist als deine Gedanken, dein Körper … Und wenn dieses Erwachen tatsächlich bei dir stattgefunden hat, dann lebst du plötzlich ein ganz neues Leben.

Tipps zur Meditation
  1. Der erste und meistens auch gleichzeitig schwerste Schritt beim Meditieren, ist es, sich zu entspannen. Versuche also nicht krampfhaft deinem Atem zu folgen. „Erlaube“ dir einfach nur immer wieder deinen Atem wahrzunehmen.
  2. Lass sämtliche Kontrolle fallen. Lass deine Sinne einfach „wandern“. Nimm die Geräusche, die Gefühle, die Gerüche einfach nur ganz „sanft aber tief“ wahr. Versuch keinen Einfluss darauf zu nehmen, was als Nächstes bei dir in den Vordergrund rückt. Lass alles zu, was gerade bei dir in den Vordergrund rückt. Es hat seine Berechtigung und deswegen solltest du es auch vollkommen annehmen.
  3. Es gibt kein „richtig“. Wenn du dich während der Meditation fragst: „mach ich das richtig?“, dann nimm auch dies einfach nur wahr und lasse immer weiter die Kontrolle fallen. Versuch nicht irgendwas richtig zu machen oder einem festen Schema zu folgen. Genau das, was da bei dir gerade passiert entspricht deinem derzeitigen „Grad des Erwachens“. Lass also einfach alles genau so zu, wie es passiert. Wenn du bereit bist jedes Konzept loszulassen, dann bist du auf einem guten Weg.
  4. „Schau“ dir einfach an, was passiert, wenn du immer weiter loslässt. Und wenn immer du denkst, du hättest sämtliche Kontrolle fallen gelassen, dann lass sie noch ein Stück weiter fallen
  5. Wann immer du merkst, dass du mit deinen Gedanken wieder bei irgendwelchen Terminen oder Aufgaben festhängst, dann fokussier dich einfach immer wieder sanft auf deinen Atem und nimm so wieder die Perspektive des Beobachters ein.
  6. Du kannst dir zum Beispiel auch vorstellen, wie du tatsächlich ein Stück hinter/über deinen Körper trittst und dir von dort „über die Schulter“ beim Denken zuschaust. Schau dir dabei zu, was mit dir passiert, wenn du immer mehr die Kontrolle abgibst. 
Geführte Meditation

Wenn du auf der Suche nach einer geführten Meditation bist, dann kann ich dir die nachfolgenden Meditationsanleitungen ans Herz legen. Sie sind zwar auf Englisch, aber trotzdem sehr zu empfehlen:

(unbezahlte Werbung)

Meditationstechniken online4. Nach der Meditation

Nachdem dein Wecker klingelt oder du von selbst die Meditation beendest, solltest du nicht direkt aufspringen und direkt zur nächsten Aufgabe übergehen. Das Ziel ist es, dir ein Stück Meditation immer weiter mit in den Alltag zu übernehmen. Deswegen solltest du versuchen, diesen meditativen Zustand, so lange es nur geht „zu konservieren“ und nicht sofort wieder in alte Muster zu verfallen.

Werde immer mehr zum Beobachter, denn dadurch erlangst du auch zu immer mehr Abstand zu deinen alltäglichen Problemchen.

Das „Ziel“ der vorgestellten Vipassana-Meditation ist es, in einen „anhaltenden Beobachtungszustand“ zu kommen. Denn dann sind wir auch nicht mehr das unbewusste Opfer unserer permanenten Gedankenströme. Sobald du beobachtest, unterbrichst du sofort die Identifikation mit deinen Gedanken. Du kommst heraus aus dem „Film“ und kommst gleichzeitig in die „Wahr-nehmung“. Du nimmst wahr, was ist und was nun zu tun ist und so lebst du auf einmal tatsächlich „präsent“ und löst damit auf einen Schlag all deine Probleme.

Zusatz-Tipp:

Es gibt da mit Sicherheit auch Tage, an denen du überhaupt nicht in die Entspannung findest oder du keine wirkliche Lust hast … Wenn du also nicht sofort in einen tiefen Entspannungszustand findest oder auch einmal einen Tag aussetzt, dann sollte dich das nicht beunruhigen. An solchen Tagen solltest du dich dann also nicht verzweifeln. Beobachte wieder deinen Atem und finde einfach immer wieder ins Hier und Jetzt.

Woher kommt Meditation?

Meditieren Anleitung

Meditation hat ihre Heimat im Buddhismus. Buddha heißt wörtlich übersetzt „Erwachter“. Jemand, der es geschafft hat, das leidvolle Dasein zu überwinden.

Ein Buddhist ist also im Grunde jemand, der diesen „erwachten Zustand“ anstrebt. Er oder sie hat erkannt, dass die eigenen Wünsche und Begierden eigentlich immer nur Leid in ihm/ihr hervorrufen und sucht das Glück deswegen ausschließlich in sich selbst. Das Ziel ist es, (wenn man es ein Ziel nennen mag) sein eigenes Ego zu überwinden. Durch innere Einkehr, Meditation, Mitgefühl, Weisheit und ein tugendhaftes Leben möchte er oder sie dem Kreislauf von Tod, Leben und Wiedergeburt entkommen, um irgendwann das Nirwana zu erlangen.

Buddhisten glauben nicht an einen allmächtigen Gott. Der Mensch hat hier sein Schicksal in der eigenen Hand. Die Buddhisten berufen sich dabei vor allem auf die Lehren des Siddhartha Gautama (Buddha), der vor ca. 2500 Jahren in Nordindien lebte.

Der Buddhismus ist die viertgrößte Religion der Erde und ist hauptsächlich in Asien verbreitet. Sie findet aber auch in Europa immer mehr Anhänger. Der Buddhismus bietet hier nämlich einen Ausweg aus dem westlichen Konsumdenken, was viele nicht mehr als befriedigend empfinden und gerade in einer immer schnelllebigeren Welt auch immer reizvoller wird.

Viele fasziniert, dass der Buddhismus auf Dogmen verzichtet, mit den modernen Wissenschaften vereinbar ist und dass sich jeder Mensch durch selbstständiges Bewusstseinstraining verändern kann.

Der Buddhismus ist in seiner ursprünglichen Form auch weniger als eine Religion zu verstehen. Er beschreibt vielmehr eine Möglichkeit, dem Leben einen neuen Sinn zu geben.

Buddha selbst soll gesagt haben: „Glaubt mir kein Wort, sondern überprüft jede einzelne meiner Belehrungen.“ Hingegen mancher Strömungen, bei denen ein Personenkult um gewisse Gurus betrieben wird, war der Buddhismus also eigentlich viel mehr als ein „Vorschlag“ anzusehen und sollte zum eigenständigen Denken und Untersuchen anregen.

In der Wissenschaft wird zurzeit viel über die positiven Effekte von Meditation geforscht. In der Psychologie und den Neurowissenschaften wird vermehrt deren Wirkungsweise untersucht und auch belegt.

Es scheint also tatsächlich die mögliche Schnittstelle zwischen der auf Rationalität gerichteten Wissenschaft und einer auf Glauben basierenden Religion zu sein. Die Reise ist also noch lange nicht beendet und da es sich im Grunde auch um eine Art Wissenschaft handelt, wird sie sich auch immer weiter entwickeln.

Meditation lernen kostenlosMeditation lernen – häufige Fragen und Probleme

Wann meditieren? Wie lange? Was passiert dabei wirklich? … Hier gibt es die Antworten auf häufig gestellte Fragen:

Wann meditieren?

Meditieren kann man natürlich, wann immer man Zeit und Lust hat. Am besten, du probierst für dich selber aus, wann es sich für dich am besten anfühlt und den größten Effekt erzielt.

Traditionell wird eigentlich in den frühen Morgenstunden meditiert. Die alten Meister der Meditation meditieren um diese Zeit, weil dann das Unterbewusstsein besonders geöffnet sein soll und man dann einen schnellen Zugang zu seinem Inneren findet.

Du kannst aber auch zu einer anderen Tageszeit meditieren und etwas bewirken. Auch andere Tageszeiten haben nämlich ihre Vorteile:

  • Morgens nach dem Aufstehen zu meditieren, hat den zusätzlichen Vorteil, dass es dich klar und fokussiert in den Tag starten lässt. Du bist danach wacher und frischer.
  • Abends vorm Schlafen gehen zu meditieren hat den Vorteil, dass man im Schlaf weniger zu verarbeiten hat, tief schläft und besser einschlafen kann.
  • Aber auch mittags, wenn du merkst, dass du dich schlecht konzentrieren kannst und deine Gedanken ständig abschweifen, macht es Sinn, sich Zeit zum Meditieren zu nehmen. Wie gesagt: Die Zeit, die du in deine Meditation steckst, ist nie verlorene Zeit. Sie hilft dir vielmehr dabei, dich wieder zu sammeln und du verlierst dadurch vielmehr weniger Zeit durch Grübeleien.

Wie lange meditieren?

Solange du willst! Es ist jedoch ratsamer, täglich 10 Minuten zu meditieren, als einmal die Woche für mehrere Stunden.

Du willst Meditation zu einem Stück deines Alltags machen, denn nur so kann es sich auch auf deinen gelebten Alltag übertragen.

Zu strikte Vorgaben in Länge und Häufigkeit möchte ich dir jedoch nicht geben. Du solltest es nämlich nicht zur Pflichtaufgabe, sondern vielmehr zu einer lieb gewonnenen „Me-Time“ machen.

Was passiert beim Meditieren?

Durch Meditation gelangt man in einen veränderten Bewusstseinszustand. Du bist nicht mehr in deinen Gedanken gefangen und kannst so mit einer gewissen „Weitsicht“ auf die Dinge blicken.

Das kann nicht nur dazu führen, dass du zu tiefen inneren Einsichten kommst, es hilft dir gleichzeitig auch dabei besser mit deinen alltäglichen Problemen umzugehen, denn du hast auf einmal eine gewisse Distanz dazu.

Du erkennst, dass du im Grunde immer nur selbst dafür verantwortlich bist, wie du auf die Dinge blickst und deshalb kann sich deine Sichtweise auch verändern.

Gleichzeitig können durch den Entspannungszustand jedoch auch regenerative Prozesse im Körper angeregt werden. Über die Zeit nimmst du eine veränderte Geisteshaltung mit in den Alltag. Du gehst irgendwann dazu über, bestimmte Situationen anders zu bewerten bzw. sie irgendwann gar nicht mehr zu bewerten. Du kannst durch Meditation also lernen, Situationen mit einer anderen inneren Haltung zu betrachten.

Dabei geht es nicht darum, sich stressigen Situationen nicht mehr zu stellen und dem Stress nicht mehr zu begegnen. Es geht darum, dem Stress anders zu begegnen und nicht mehr in die üblichen Automatismen und Stressschleifen zu geraten, die dich schließlich auch immer wieder blockieren.

Deswegen solltest du auch versuchen, regelmäßig zu meditieren, damit diese innere Haltung sozusagen vom „Kopf in den Bauch“ gelangt und sich dadurch immer weniger seelischer Ballast in dir anstauen kann.

Woran merke ich, dass ich es richtig mache?

Zunächst einmal gibt es kein „richtig“ oder „falsch“ beim Meditieren. Alles, was bei dir an Gedanken und Gefühlen hochkommt, ist für dich gerade richtig. Sie sind nämlich tatsächlich FÜR dich.

Den einzigen Fehler, den du dabei also machen kannst, ist, deine Gedanken und Gefühle nicht zuzulassen. Sie wollen dir etwas sagen. Höre hin und wehre dich nicht dagegen, denn dann kannst du sie auch irgendwann loslassen.

Mit einer Erwartungshaltung solltest du jedoch nicht in deine Meditation gehen. Versuche durch Meditation kein Ziel zu erreichen. Es gibt nämlich kein Ziel oder einen Vorteil zu erreichen.

Das Einzige, was du durch Meditation erlangen kannst, ist eine tiefere Einsicht. Es ist „der Weg des Erwachens“. Doch zum Aufwachen brauchst du schließlich auch keine spezielle Technik oder Methode. Du wachst auf, wenn du bereit dazu bist. Und deswegen solltest du eher fragen, inwieweit du deine starren Ansichten schon loslassen willst.

Kann Meditation beim Abnehmen helfen?

Meditation hilft dir in zweierlei Hinsicht beim Abnehmen.

  1. Du „wirst bewusster“. Du triffst vermehrt wieder bewusste Entscheidungen und lässt dich nicht mehr (so schnell) von deinen unbewussten Gewohnheiten leiten.
  2. Trägst du auch weniger seelischen Ballast mit dir herum, was deine Essattacken aus Frust oder Angst verringert. Hier liegt häufig nämlich die wahre Ursache von anhaltenden Gewichtsproblemen. Es ist die Gewohnheit, negative Gedanken und Gefühle mit Essen zu betäuben.

Du kannst also beim Meditieren die Probleme tatsächlich an der Wurzel angehen und stellst dadurch sicher, dass die Probleme auch tatsächlich verschwinden.

In Studien kam sogar heraus, dass die alleinige Reduzierung von Stress letztendlich bessere Resultate beim Abnehmen erzielt als jede Diät!

Du solltest diesen Faktor also tatsächlich nicht unterschätzen!

Beim Abnehmen geht es im Grunde nämlich auch nie darum, die Fettpolster weg zu hungern oder wie wild Sport zu treiben. Es geht vielmehr darum, sich von seinen alten Gewohnheiten zu trennen und wieder ein neues intuitives Verständnis beim Essen und auch beim Sport zu erlangen.

Du musst also zunächst einmal immer den inneren Schritt machen, ansonsten werden dich deine alten Gewohnheiten immer wieder einholen.

Meditation lernen online kostenlosMüssen beim Meditieren die Augen geschlossen bleiben?

Es ist nicht verboten, die Augen während der Meditation zu öffnen. Wenn du sehr müde bist oder es sich für dich besser anfühlt, dann zwing dich also auch nicht dazu, deine Augen geschlossen zu halten. Auch da kannst du für dich gerne experimentieren.

Es gibt sogar Meditationstechniken (z. B. Zen-Meditation), bei denen du dich auf einen bestimmten Punkt fokussierst. Recherchiere am besten ein wenig für dich. Du findest mit Sicherheit die richtige Meditation für deinen Geschmack.

Tatsächlich kannst du letztendlich nämlich auch bei einem Waldspaziergang, beim Joggen, Radfahren … ja, sogar beim Bügeln in einen meditativen Zustand erlangen. Alles, was dir dabei hilft, die Spannung herauszunehmen und eine gewisse „Monotonie“ zu erlangen, bringt dich der wahren Meditation näher.

Du kannst also im Grunde immer und überall meditieren. Es kommt einfach nur auf deine innere Haltung an.

Was tun, wenn die Gedanken abdriften?

Es ist wichtig, dass du nicht versuchst, irgendetwas zurückzuhalten oder zu unterbinden. Wenn du jedoch die „Perspektive des Beobachters“ einnimmst, dann wirst du merken, wie deine Gedanken immer weniger werden bzw. sie nicht mehr diese Macht über dich haben.

Erzwingen darfst du dies jedoch nicht. Alles was kommt, ist wichtig und vollkommen okay. Lass es einfach zu und akzeptiere jeden Gedanken.

Auf diese Weise gibst du ihm nämlich die Möglichkeit „vorüberziehen“. Ich mag in diesem Zusammenhang auch das Bild eines „blauen Himmels, auf dem Gedanken, wie Wolken vorüberziehen“.

Indem du dir immer wieder bewusst machst. Du bist der blaue Himmel und nicht die Wolken, die als Gedanken auf ihm vorüberziehen. Da kannst du diese Gedanken auch ganz einfach „vorüber ziehen“ lassen.

Wie mit negativen Gedanken umgehen?

Meditation lernen bedeutet nicht etwas zu unterdrücken, um sich kurzzeitig besser zu fühlen. Es geht darum, Dinge zu enthüllen und aufzudecken, sie einfach anzuschauen (zu erleben). Wenn sie dann nicht von selbst vorüber ziehen, dann ist dies ein Zeichen dafür, dass du dich innerlich auch in gewisser Weise noch dagegen wehrst. Du willst sie noch nicht loslassen. Doch dann solltest du es auch nicht erzwingen wollen.

Sollten gewisse Ängste in dir aufkommen, dann ist dies normal und an sich sogar ein Zeichen dafür, dass du auf einem „guten Weg“ bist. Und wenn du es schaffst, diese Ängste anzunehmen, sie „zu erleben“ und „durch sie durch zu gehen“, dann hast du im Prinzip wieder eine weitere Hürde genommen.

Welchen Zustand erreiche ich bei der Meditation?

„Erreichen“ lässt sich durch Meditation eigentlich gar nichts!

Es geht darum „aufzuwachen“. Doch genauso wenig, wie du etwas „erreichst“, wenn du morgens aufwachst, so kannst du auch nichts bei diesem „Erwachen“ erreichen.

Du bist einfach nur wach!

Die Illusion verschwindet. Doch gewinnen wirst du dadurch auch nichts.

Beim Meditieren lernst du irgendwann die Welt mit anderen Augen zu sehen. Dein Fokus verändert sich und du erlangst gleichzeitig einen gewissen Zustand des „inneren Friedens“.

Der angestrebte Zustand ist jedoch im Grunde nichts anderes als der ganz „natürliche Zustand des Seins“. Du erkennst, dass du mehr bist als deine Gedanken, dein Körper, deine Persönlichkeit … Und in diesem veränderten Bewusstseinszustand, da siehst du die Welt plötzlich mit ganz anderen Augen.

„Die Wahrheit, auf die ich hinweise, ist nicht auf irgendeine Religion, irgendein Glaubenssystem oder Doktrin begrenzt. Sie steht allen offen und ist in allem enthalten.“ – Adyashanti

Welche unterschiedlichen Meditationstechniken gibt es?

Meditationstechniken gibt es im Grunde wie Sand am Meer. Du kannst beispielsweise deinen Atem beobachten oder zählen und so, wie in meiner Anleitung beschrieben den ständigen Gedankenstrom unterbrechen und in deinen Körper finden. Doch es gibt nicht nur diese besagte Vipassana- bzw. Atemmeditation.

Du kannst auch durch deinen gesamten Körper „scannen“. Bei dieser sogenannten Bodyscan-Meditation wanderst du durch deinen gesamten Körper von unten nach oben oder oben nach unten … Du richtest also deine Aufmerksamkeit auf die unterschiedlichen Körperteile und nimmst wahr, was du fühlst.

Bei der Klangmeditation oder Klangschalenmeditation richtest du deine Aufmerksamkeit auf das, was du hörst. Du benutzt also im Grunde einfach einen anderen deiner Sinne, um deine Aufmerksamkeit weg von deinen Gedanken zu richten und in den Körper zu finden.

Bei Mantra-Meditationen soll dein Fokus auf das jeweilige Mantra verschoben werden und so eventuelle belastende Gedanken und Gefühle ersetzen. Du kannst dir dein Mantra immer wieder laut oder leise aufsagen oder du sagst es dir nur in Gedanken auf. Durch die stetige Wiederholung wird es sich immer mehr in dir verankern und so wirst du es auch immer mehr mit in deinen Alltag übernehmen.

Doch das ist noch lange nicht alles! Du kannst dir zum Beispiel bei bestimmten Visualisierungsmeditationen auch bildlich vorstellen, wie du mit jedem Atemzug entspannter, energetischer, gesünder … wirst oder mit einer Dankbarkeitsmeditation oder Metta-Meditation deine Dankbarkeit und Güte steigern …

Tatsächlich solltest du hier einmal etwas recherchieren und verschiedene Meditationen für dich ausprobieren. Mit Sicherheit ist auch etwas für dich dabei.

Wenn du zum Beispiel auf etwas mehr Action stehst, dann könnte für dich vielleicht sogar die Osho-Meditation etwas sein. Bei dieser dynamischen Meditation geht es nämlich schon ganz schön zur Sache und ist bestimmt auch nicht jedermanns Sache.

Doch du siehst, wenn du dich etwas auf die Suche begibst, wirst du bestimmt etwas finden, was zu dir passt. In diesem Sinne wünsche ich dir viel Spaß und Freude beim Ausprobieren.

Vergesse dabei aber bitte nicht, worum es im Kern geht: Du willst dich/dein Innerstes erforschen. Doch dazu brauchst du im Grunde keine besondere Technik oder Methode. Es braucht vielmehr den Mut und die innere Bereitschaft, wirklich tief in sich hineinzuschauen.

Ich kenne keinen größeren Mut als jenen, den man braucht, um in sich selbst zu schauen. (Osho)

Weiterführende Artikel:

Bewusst Abnehmen - Der Ratgeber

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