Selbstbild verändern

Das Selbstbild verändern – selbstgemachte Ketten sprengen

Selbstbild verändern:

Nein, in diesem Artikel soll es nicht um Selfies gehen.

Hier geht es um die Frage: Wie siehst du dich selbst? Welche Talente und welche Schwächen würdest du dir selbst zuschreiben?

Denn ein limitierendes Selbstbild wirkt sich auf dein gesamtes Leben aus. Und so auch aufs Abnehmen.

Dein Selbstbild bestimmt dein Leben

„Ob Du nun glaubst, dass Du etwas tun kannst, oder ob Du glaubst, dass Du es nicht tun kannst, Du wirst immer recht behalten.“ (Henry Ford)

Wie würdest du dich von außen beschreiben? Und ich meine jetzt weniger dein Aussehen …

Es geht vielmehr um deinen Charakter, dein Wesen, deine Talente und Schwächen.

Genauso, wie wir nämlich ein bestimmtes Bild vor Augen haben, wenn wir über eine andere Person nachdenken, so haben wir auch ein bestimmtes Bild vor Augen, wenn wir über uns selbst nachdenken.

Und dieses sogenannte Selbstbild hat einen entscheidenden Einfluss auf unser Leben. Ein starkes Selbstbild ist die Grundvoraussetzung für ein starkes Leben. Es bestimmt, wie du dich tagtäglich verhältst, wie du dich fühlst und letztendlich auch, welche Entscheidungen du triffst.

Mit einem limitierenden Selbstbild sind deine Möglichkeiten nämlich tatsächlich beschränkt. Du traust es dir noch nicht einmal selbst zu abzunehmen? Ja, wie soll es dann funktionieren? …

Doch genauso, wie wir häufig unseren Gegenüber vorschnell und negativ beurteilen, so liegen wir eben auch häufig bei uns selbst völlig falsch. All diese „harten Fakten“, die man sich selbst (und auch anderen) zuschreibt, sind nämlich eigentlich nur das Produkt der eigenen inneren Einstellung. Und diese kann sich jederzeit ändern.

Mangelhaftes Selbstbild: wie eine „Ich-Schwäche“ im Übergewicht enden kann …

Die wahre Ursache von Übergewicht lässt sich meistens auf eine Art „Ich-Schwäche“ zurückführen. Eßsucht hängt nämlich häufig tatsächlich mit einer Art „Mangel“ zusammen. Doch dieser Mangel ist weniger physischer Natur, er liegt vielmehr in der Psyche. Das Essen in rauen Mengen soll nämlich oft auch was ganz anderes füllen als einen leeren Magen. Es ist vielmehr die „Leere im Herzen“.

Es fehlt ganz einfach an Liebe, Geborgenheit, ja und im Grunde auch häufig „am Leben selbst“. Denn auch dieses Essen aus Langeweile ist letztendlich nur der Versuch eine innere Leere zu kompensieren.

Das Problem liegt also eigentlich darin, dass man es nicht mit sich selbst „aushält“. Man unterdrückt Teile von sich, traut es sich nicht, mehr von sich preiszugeben, sich auszuleben und versucht die daraus resultierende innere Leere mit Essen auszufüllen.

Die Auseinandersetzung mit sich selbst ist also ein wichtiger Punkt! Er sollte sogar immer der erste Schritt sein.

Denn bevor du dich mit Dingen, wie der richtigen Ernährung oder Sport beschäftigen kannst, solltest du dich natürlich eigentlich zunächst einmal mit der wahren Ursache der Gewichtsprobleme beschäftigen.

Ausgangspunkt Selbstbild

Dein Selbstbild ist der Grundbaustein deiner Persönlichkeit. Es bestimmt dein tagtägliches Verhalten. Und das nicht nur teilweise, sondern zu einhundert Prozent! Bewusst oder unbewusst verhältst du dich nämlich immer so, wie du es von dir selbst erwartest. Du kannst gar nicht anders, als dich immer wieder zu bestätigen.

Siehst du dich zum Beispiel für einen bestimmten Job schon selbst als ungeeignet, dann wirst du dich erstens wahrscheinlich erst gar nicht bewerben und zweitens wohl auch im Vorstellungsgespräch keinen wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen können.

Doch genauso wirst du auch immer wieder beim Abnehmen scheitern, wenn du dich einfach dafür nicht geeignet hältst. Viele versuchen dann diesen Punkt irgendwie zu unterdrücken, ihn auszublenden ….

Langfristig wird man diesen „Kampf“ gegen das Selbstbild aber immer verlieren. Dauerhaft sein Verhalten zu verändern, bedeutet nämlich letztendlich auch immer die Einstellung zu verändern. Du kannst dich auf Dauer ganz einfach nicht betuppen. Dein wahres Selbst wird immer wieder zum Vorschein kommen.

Die Lösung: du musst deine Vorstellung von diesem Selbst verändern, denn das ist halt momentan immer noch fehlerhaft.

Alles eine Frage der Sichtweise

Auch deine Wahrnehmung wird von deinem Selbstbild beeinflusst. In deinem Selbstbild sind nämlich auch all deine Werte und Meinungen enthalten und diese formen letztendlich auch deine derzeitige Sichtweise der Welt, dein Weltbild.

Du siehst die Welt also im Grunde immer durch deine ganz eigens gefärbte „Brille“. Und dabei pickst du dir die Dinge heraus, die dein momentanes Weltbild immer weiter bestätigen.

Du siehst dich zum Beispiel als undiszipliniert und willensschwach? Ja dann wirst du auch immer genau nach jenen Situationen Ausschau halten, in denen du nicht gerade durch besondere Willensstärke glänzt.

Es ist also tatsächlich ein wahrer Teufelskreis, aus dem du wirklich nur dadurch entkommen kannst, indem du anfängst die Dinge ein wenig anders zu sehen.

Selbstbild – Handeln – Realität

positives Selbstbild Übungen

Dein Selbstbild bestimmt deine Resultate im Leben, welche sich wiederum auf dein Handeln, deine Ziele … und letztendlich auch wieder auf dein zukünftiges Selbstbild auswirken.

Der einzige Ansatzpunkt, in diesem Kreislauf ist jedoch dein Selbstbild. Du musst zunächst einmal immer den Schritt im Inneren tun. Alles andere wäre bloß vergebene Liebesmüh. Wenn du über deinen Schatten springen willst, dann wirst du zunächst einmal das fallen lassen müssen, was du momentan noch für dein selbst hältst.

Das Selbstbild verändern

Wie kann man sein Selbstbild verändern? Ist dies überhaupt möglich?

Und ja. Es ist möglich. Wir ändern unser Selbstbild immer wieder im Laufe des Lebens.

Tatsächlich ist jedoch es sogar ganz einfach das Selbstbild zu verändern. Denn indem du dir deines derzeitigen Selbstbildes bewusst wirst, nimmst du sofort Abstand davon. Denn überleg mal: Etwas, was du beobachten kannst, das kannst du natürlich nicht sein.

Du kannst also tatsächlich ganz einfach über deinen eigenen Schatten springen, indem du dir deine unbewussten Limitierungen bewusst machst.

In dem Augenblick, wo du dir deiner unbewussten Gedanken und Gefühle bewusst wirst, da hast du auf einmal die Macht sie zu verändern.

Du kannst dich dann auch einmal fragen, woher wohl diese unbewussten Limitierungen überhaupt kommen.

Häufig sind es nämlich auch Glaubenssätze, die du von irgendwo unbewusst mit übernommen hast – vielleicht schon in frühester Kindheit – die jedoch heute noch immer großen Schaden anrichten können.

Sie haben sich wie in dem oben beschriebenen Teufelskreis immer weiter verhärtet und haben so mitunter dein Leben schon maßgeblich mit beeinflusst.

Diese Aufarbeitung der vergangenen Ursachen eines negativen Selbstbildes kann da schon eine Menge bewirken.

Unbewusstes an die Oberfläche holen

Unbewusstes an die Oberfläche zu holen ist die einzige Möglichkeit, diese unbewussten Erfahrungen sozusagen zu Ende zu erleben und sie so schließlich auch loslassen zu können.

In der Psychologie spricht man hier nämlich auch vom sogenannten „Wiederholungszwang“.

Wer seine Vergangenheit nicht kennt, der ist gezwungen sie immer wieder zu wiederholen.

Wenn du die Ursachen deines negativen Selbstbildes durchschaust, erkennst, dass diese häufig total unscheinbaren Situationen, sich vollkommen unnötig zu etwas Riesigem verselbstständigt haben, dann kannst du das Ganze in gewisser Weise auch wieder „umerleben“.

Frag dich doch einfach mal: „Was wäre mit mir passiert, wenn ich anstatt dieser negativen Erlebnisse, etwas anderes erlebt hätte?“

Was wäre wohl mit dir passiert, wenn du dich anstatt deiner „Schwächen“ häufiger auf deine Stärken konzentriert hättest?

Denn ich will dir jetzt nicht sagen, dass du nun krampfhaft permanent positiv denken solltest. Das wäre auch nicht die Lösung.

Was ich dir jedoch wirklich ans Herz legen möchte, ist, dass du diesen Negativ-Schleifen nicht mehr weiter so einfach das Feld überlassen solltest.

Positives Denken kann nämlich zur Gewohnheit für dich werden – negativ Denken jedoch leider auch!

Sobald du dir also deiner unbewussten Gedankengänge und den damit verbundenen Gefühlen bewusst wirst, da solltest du zusehen, dass da die richtigen Dinge bei dir ablaufen.

Denn:

Du kannst es dir nicht erlauben negativ zu denken!

Jeder negative Gedanken, dem du das Feld überlässt, wird zwangsläufig auch negative Emotionen und Handlungen nach sich ziehen.

Wähle die Sonnenseite

Mit jedem negativen Gedanken legst du also den Grundbaustein für eine negative Zukunft. Jeder positive Gedanke ist jedoch auch der erste Schritt hin zu einer besseren.

Sieh dich und dein Leben ab jetzt doch ganz einfach durch eine „freundlichere Brille“. Nutze dazu vielleicht auch mal die Technik mentaler Bilder.

Mach dir ganz einfach klar: negativ auf sich selbst und die Welt zu blicken hilft niemandem weiter – weder dir, noch sonst jemand anders. Zu keiner Zeit.

Von daher kannst du dich jetzt auch ganz einfach dazu entschließen, dich nie mehr zu ärgern, keiner Wut, Angst oder einem Gefühl von Minderwertigkeit jemals noch Platz in deinem Leben zu geben. Verlieren wirst du durch diesen Schritt nämlich rein gar nichts. Du kannst nur gewinnen.

Vom Bewusstsein zum Selbst-bewusst-sein

Bewusst die richtigen Gedankengänge zu säen, setzt natürlich voraus, dass du bewusst bist.

Denn nur im Bewusstsein bist du nicht der Sklave deiner unbewussten Konditionierungen.

Die Königsdisziplin, die jedoch eigentlich gar keiner Disziplin bedarf, ist es, im Bewusstsein zu leben. Denn ab dem Zeitpunkt, ab dem du dich dazu entschließt, die Ebene deiner Gedanken zu verlassen, da verändert sich plötzlich deine gesamte Sichtweise und so auch dein Selbstbild.

Du trittst sozusagen einen Schritt zurück, beobachtest dich beim Leben und kannst dich und dein Leben dadurch plötzlich auch lenken.

Du findest dadurch heraus aus deinen Gedanken, identifizierst dich nicht mehr mit ihnen und so eben auch nicht mehr mit deinem alten Selbstbild, welches einfach nur auf deinen vergangenen Erfahrungen und unbewusst abgespeicherten Wahrnehmungen basiert.

Du kannst also sofort den „Stecker der Identifikation“ mit deinem Selbstbild ziehen, ganz einfach dadurch, indem du dir deiner Gedanken bewusst wirst.

Wir identifizieren uns nämlich oft fälschlicherweise mit unseren Gedanken, doch tatsächlich sind wir eigentlich noch so viel mehr!

Vom Denken zum Sein

Unser Verstand ist ein hervorragendes Instrument und er leistet uns oft auch sehr gute Dienste. In manchen Situationen dann jedoch wiederum auch nicht!

Denn wir benötigen den Verstand beispielsweise, wenn wir neue Fertigkeiten erlernen möchten. Wir können sie wie ein Schema in unserem Kopf abspeichern und sie dort dann in gewissen Situationen wieder abrufen.

Dabei dürfen wir jedoch nicht vergessen. Nicht alles lässt sich immer mit diesen Schemata lösen, noch lässt sich alles in Schemata pressen.

Durch übertriebenes Denken gerät man so auch sehr leicht in den Tunnelblick. Wie pressen alles in unser eines kleines Schema und vergessen dabei, dass wir dadurch unser Sichtfeld extrem einschränken.

Weitsicht beweisen wir nämlich nur dann, wenn wir uns nicht auf unsere in der Vergangenheit abgespeicherten Programme verlassen. Nur so können wir wirklich spontan auf die Situationen in unserem  Leben antworten. Im Verstand reagieren wir höchsten vollautomatisch auf Grundlage unserer vergangenen Erfahrungen.

Und hier liegt das große Problem. Wenn du herausfinden willst aus der Dauerschleife. Deine begrenzte Sichtweise durchbrechen und stattdessen mit Weitsicht agieren willst, dann musst du die Vergangenheit im Grunde zunächst einmal loslassen. Du musst ins Bewusstsein finden, ins Jetzt, denn nur da kannst du wirklich frei entscheiden.

Der Weg von Denken zum bewussten Sein ist jedoch kein wirklicher Weg, sondern vielmehr ein Entschluss. Du kannst dich durch Meditation an diesen Bewusstseinszustand herantasten, doch eigentlich ist es immer nur 1 Schritt.

Werde zum Beobachter

Du musst zum „Beobachter“ werden, denn wer beobachtet kommt ganz automatisch vom Denken ins Wahrnehmen und von dort hast du jederzeit die Macht Einfluss zu nehmen. Du kannst deine Gedanken lenken, ziehst sofort den Stecker der Identifikation mit deinem vergangenen Selbstbild und erkennst, dass du noch so viel mehr sein könntest (und es auch jetzt schon bist).

Indem du zum Beobachter wirst, passieren nämlich eine Reihe von Wundern:

  1. Du ziehst sofort den Stecker der Identifikation. Dir wird klar: Ich besitze einen Verstand, besitze einen Körper und besitze eine Persönlichkeit. Doch ich bin mehr als das. Ich kann all dies schließlich beobachten.
  2. Ich gelange automatisch vom Denken zur Wahrnehmung. Mein Denken basiert auf der Vergangenheit. Es kann sich also durchaus auch irren. Wahrnehmung irrt sich hingegen nie.
  3. Ich verändere sofort meinen jetzigen Zustand. Ich bin tatsächlich vollkommen bei mir selbst und ziehe dadurch gleichzeitig nur noch die Dinge in mein Leben, die mir auch wirklich entsprechen.

Indem du dein Selbstbild also grundlegend veränderst, kannst du tatsächlich deinem Leben eine neue Qualität geben. Die Perspektive, aus der du auf dich und dein Leben blickst ist dabei entscheidend. Indem du eine „höhere“ Perspektive wählst, kannst du dein Sichtfeld erweitern. Und mit dieser veränderten Sichtweise stehen dir plötzlich ganz neue Möglichkeiten offen.