akzeptieren und verändern

Akzeptieren – der erste Schritt zur Veränderung

Auch wenn es sich widersprüchlich anhören mag, Akzeptanz ist die Grundvoraussetzung für jede Veränderung. Wenn du deine derzeitige Situation nicht wahrhaben willst, dann nimmst du dir damit nämlich selbst die Chance, etwas an ihr zu verändern.

Du musst deine derzeitige Situation nicht toll finden, doch wenn du sie nicht annimmst und dich innerlich dagegen wehrst, dann ziehst du dir dadurch permanent einfach nur unnötig Energie ab, die du eigentlich viel besser nutzen könntest. Zum Beispiel, um etwas an deiner derzeitigen Situation, zu verändern.

Probleme immer wieder wegzudrücken und vor sich herzuschieben, ist für den Moment eine scheinbar gute Lösung. In Luft auflösen werden sie sich dadurch jedoch nicht. Irgendwann werden sie dann nämlich nur noch stärker wiederkommen.

Die Sache mit dem Selbstmitleid

Das Problem mit Selbstmitleid ist, dass sich aus dieser Haltung heraus nichts verändern wird. In Selbstmitleid zu verfallen und Dinge von sich zu schieben, hat noch nie jemanden weiter gebracht. Es ist zwar einfacher, in Selbstmitleid zu verfallen und sich in eine passive Opferrolle zu begeben.

Doch der einzige Ausweg aus einem Problem besteht darin, irgendwann aus dieser passiven Haltung herauszukommen, die volle Verantwortung für sein Leben zu übernehmen und von dort aus, Schritte festzulegen, um Dinge zu verändern.

Lebenskrisen sind Wahrnehmungskrisen

Unsere Lebenskrisen sind fast immer Wahrnehmungskrisen. Wir verzweifeln meistens nicht daran, wie die Dinge gerade sind, sondern daran, wie wir sie lieber hätten.

Man kann sich in jedem Moment dazu entscheiden, ob man sich darauf konzentriert, was man alles hat. Oder aber man sieht einfach nur was einem alles noch fehlt. „Ist das Glas halb voll oder halb leer?“ …

Im Grunde gibt es keine Situationen die gut oder schlecht, stressig oder entspannt, … sind. Von Grund aus sind Situationen erst einmal neutral! Die Bewertung findet erst in unserem Kopf statt.

Gibt es nicht auch Abschnitte in deinem Leben, die dir in dem Moment als besonders schlimm und anstrengend vorkamen, rückblickend betrachtet aber ausgesprochen wichtig in deinem Leben waren? Situationen, die im Grunde einen Umkehrpunkt in deinem Leben bedeutet haben?

Die Welt mit anderen Augen sehen

Du kannst also in jeder Situation, im Grunde wählen, wie du auf diese Situation reagierst. Entweder kannst du nach Gründen dafür Ausschau halten, warum sie besonders schlimm ist. Du könntest jedoch genauso gut nach Gründen suchen, warum sie vielleicht sogar etwas Gutes hat.

Bevor du deine derzeitige Situation also als besonders schlimm und auswegslos betrachtest, solltest du dir dem Ganzen doch erst mal etwas objektiver betrachten und dir die Möglichkeit geben sie auch einmal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Glück ist eine Frage der Akzeptanz

In vielen Religionen weltweit wird „Glück als die Akzeptanz dessen, was ist„, beschrieben. Und dies deckt sich auch mit dem, was ich so über die Jahre immer mehr für mich herausgefunden habe.

Für mich war früher Glück sehr stark mit Erfolg verknüpft. „Wenn ich dies oder jenes erreicht habe, bin ich bestimmt glücklich“ Oder „Wenn ich dies oder jenes besitze, bin ich bestimmt glücklich!“

Als ich dann jedoch mein Ziel erreicht hatte, war dieses Glücksgefühl jedoch meistens nur von sehr kurzer Dauer und es musste schon wieder etwas mehr sein, damit ich wieder „glücklich“ sein konnte.

Das Problem: Wenn man sein Glück an irgendwelche Ziele knüpft, dann bist du den ganzen Weg hin zu deinem Ziel unglücklich. Hast du dein Ziel dann erreicht, dann bist du zwar kurzzeitig glücklich. Aber wie lange?

Der Mensch strebt immer nach dem, was er gerade nicht hat! Du würdest keinen Ferrari haben wollen, wenn du einen hättest. Du würdest nicht abnehmen wollen, wenn du schon schlank wärst.

Vor allem in unserer von Konsum geprägten Welt wird uns jedoch ständig vorgehalten, was wir noch alles zum Glücklichsein bräuchten. Aus diesem Grund findet man hier wohl auch die meisten unglücklichen und unzufriedenen Menschen.

Deshalb suche dein Glück nicht in äußeren Umständen, sondern zieh dein Glück aus dir selbst. Mach dir immer wieder klar, dass du in jedem Moment die Wahl hast deine derzeitige Situation zu bewerten. Sei einfach mal wunschlos glücklich!

Vergleiche dich nicht!

Was ist wohl der größte Wunsch, der uns Menschen antreibt? Es ist der Wunsch nach Zugehörigkeit! Wir Menschen sind im Grunde „Herdentiere“. Wir wollen unbedingt zu bestimmten Gruppen oder Klassen dazugehören und nicht in bestimmte Schubladen gesteckt werden.

Und an sich ist dies auch gar nicht schlimm. Das Problem dabei ist nur, dass wir dadurch meistens weit hinter unseren eigentlichen Fähigkeiten zurückbleiben!

Wir kopieren das Verhalten Anderer und trauen uns nicht das auszusprechen, was wir eigentlich denken. Unsere eigentlichen Talente und Fähigkeiten können so jedoch nie wirklich zur Entfaltung kommen und wir bremsen uns dadurch schließlich selbst aus.

Vergleichen bringt dich nicht weiter

Sich bewusst oder unterbewusst ständig mit anderen Menschen zu vergleichen, kann enorm anstrengend und frustrierend sein. Wenn du meinst, einem Idealbild entsprechen zu müssen, welches in den Medien oder sonst wo vorgegeben wird, ziehst du dich selber dadurch nur andauernd runter.

Dabei ist es schlichtweg nicht möglich, sich mit anderen zu vergleichen. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte und ist in seinem eigenem Umfeld groß geworden. All das hat uns nicht nur zu den einzigartigen Personen gemacht, die wir sind. Es hat auch gleichzeitig unsere Gewohnheiten und letztlich auch unser Leben geformt.

Zu meinen jemand anderes wäre besser als du, nur weil diese Person „erfolgreicher“ ist oder „besser aussieht“, ist schlichtweg falsch. Jeder Mensch hat seine eigenen Talente und Fähigkeiten. Es gibt nicht „besser oder schlechter“. Es gibt nur anders.

Deswegen konzentriere dich nicht darauf, was andere tun oder haben. Konzentriere dich auf dich und deine Stärken und arbeite eher daran deine einzigartige Persönlichkeit voll zu entfalten.

Akzeptiere, dass du nicht perfekt bist

Bist du ein Perfektionist, oder bist du jemand, der eher schnell mit seinen Ergebnissen zufrieden ist? Also ich gehöre auf jeden Fall zur ersten Gruppe und muss mich immer mal wieder in meinem Streben nach Perfektion bremsen.

Denn Perfektionismus endet nicht selten in einer Depression und ist ein riesen Hinderungsgrund dafür, dass Dinge endlich einmal fertig werden bzw. man überhaupt erst mal in Aktion kommt.

Bestes Beispiel sind meine Artikel. Hätte ich mir nicht mittlerweile eine eigene Sperre auferlegt, würde ich wohl immer noch an meinem ersten Artikel schreiben und Passagen verändern.

Mach es einfach nur gut genug

Ein weiteres Problem, wenn man Dinge perfekt machen will, ist, dass man sie dadurch nicht unbedingt besser macht. Ich habe zum Beispiel einige Texte hundertmal „verbessert“, nur um dann schlussendlich festzustellen, dass sie ab der zweiten oder dritten Korrektur eigentlich immer nur schlechter wurden.

Man verliert sich irgendwann nur noch in Details. Der Kern des Ganzen geht dabei immer mehr verloren bzw. unter. Man erreicht also häufig mehr dadurch, dass man seine eigenen Erwartungen an sich selber herunterschraubt.

Akzeptiere, dass es kein perfekt gibt!

Wenn du also einen ähnlichen Hang zur Perfektion wie ich hast, dann versuche doch einfach mal bei deinem nächsten Projekt, deinen Anspruch ganz bewusst von „perfekt“ auf „gut genug“ zu verschieben.

Den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht

Genauso wenig gibt es die perfekte Gelegenheit um ein Vorhaben endlich mal anzugehen. Der Plan endlich abzunehmen, die Frage nach der Gehaltserhöhung, …

Anstatt tatsächlich mal in Aktion zu kommen, wird lieber noch auf einen besseren Zeitpunkt gewartet. Doch dieses Aufschieben ist meistens einfach nur eine Ausrede. Und so wartet man und wartet … Bis in alle Ewigkeit oder bis der Leidensdruck einfach so groß geworden ist, dass man nun handeln muss.

Mach dir auch hierbei klar: Den perfekten Zeitpunkt wird es nie geben! Wenn du auf ihn wartest, wirst du entweder nie oder erst viel zu spät handeln.

Akzepiere, was du nicht verändern kannst

Manche Dinge zu akzeptieren, ist unglaublich schwer. Ich würde von mir selbst bestimmt auch nicht behaupten, dass ich besonders gut darin bin, Unschönes in meinem Leben vollkommen anzunehmen und wahrhaben zu wollen.

Manches ist einfach so schmerzhaft, dass man sich ganz einfach innerlich dagegen sträubt, es als gegeben hinzunehmen. Man verspürt einen inneren Widerstand dagegen, es voll und ganz zu akzeptieren.

Dann rate ich dir: Versuche nicht gegen diesen Widerstand anzukämpfen.

Vielleicht ist es dann einfach noch nicht die Zeit, um damit abschließen zu können. Akzeptiere, dass manche Dinge einfach ihre Zeit brauchen. Nimm diesen Widerstand am besten einfach nur wahr und lass ihn so, wie er ist. Indem du diesen Widerstand überhaupt erst einmal spürst und ihn „siehst“, bist du auf jeden Fall schon auf einem guten Weg und einen Schritt weiter als zuvor.

Ich kann dir nur wärmstens ans Herz legen, das Meditieren für dich auszuprobieren. Mir hilft Meditation immens dabei Dinge die mich untergründig belasten zunächst überhaupt erst einmal wahrzunehmen und sie schließlich dann auch gehen lassen zu können.

Fehler akzeptieren

Zum Akzeptieren gehört auch, vergangenen „Fehlern“ nicht mehr nachzutrauern. Sich selbst für vergangene Entscheidungen zu verurteilen bringt keinem was und dir am Wenigsten. Schon zu sagen: „Ich habe einen Fehler gemacht“, ist im Grunde falsch! Wir machen keine Fehler, uns unterlaufen höchstens Fehler.

Keiner macht bewusst Fehler. Wir haben höchstens Entscheidungen in der Vergangenheit getroffen, die sich nun als Fehler herausgestellt haben. Damals war es jedoch das, was wir als das Richtige angesehen haben.

Der Vergangenheit jedoch nachzutrauern ist in zweierlei Hinsicht reine Energieverschwendung.

  1. Wir können vergangene Entscheidungen nicht noch mal neu treffen.
  2. Wir wissen nicht, was passiert wäre, wenn wir uns damals anders entschieden hätten.

Das Einzige, was wir mit unseren damaligen Fehlern machen können, ist aus ihnen zu lernen. Aus dieser Sichtweise gibt es dann auch keine wirklichen Fehler mehr, sondern nur noch Lernprozesse.

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