akzeptieren und verändern

Akzeptieren lernen – der erste Schritt zur Veränderung

Akzeptieren lernen: Auch wenn es sich widersprüchlich anhören mag: Akzeptanz ist DIE Grundvoraussetzung für jede Art von Veränderung!

Wenn du deine derzeitige Situation nämlich nicht wahrhaben willst, sie nicht annimmst, dann nimmst du dir damit auch gleichzeitig  die Chance auf jede Form von Veränderung …

Lerne zu akzeptieren

Du musst deine derzeitige Situation nicht toll finden. Alles in deinem Leben lieben …

Wenn du eine bestimmte Situation jedoch nicht annimmst, dich innerlich dagegen wehrst, dann bist du handlungsunfähig.

Du ziehst dir dadurch permanent unnötig Energie ab. Energie, die du eigentlich viel besser nutzen könntest. (Zum Beispiel, um etwas an deiner derzeitigen Situation, zu verändern.)

Die Sache ist nämlich die:

Probleme immer wieder wegzudrücken und vor sich herzuschieben, ist für den Moment ja vielleicht eine scheinbar gute Lösung. In Luft auflösen werden sie sich dadurch aber nicht! Ganz im Gegenteil. Irgendwann werden sie dann nämlich nur umso stärker wiederkehren.

Die Sache mit dem Selbstmitleid

Das Problem mit Selbstmitleid ist ganz einfach, dass sich aus dieser Haltung heraus nichts verändern kann und wird. In Selbstmitleid zu verfallen und Dinge vor sich herzuschieben hat nämlich noch nie jemanden weiter gebracht.

Es ist vielleicht zunächst einfacher. Doch indem du dich in die passive Opferrolle begibst, nimmst du dir auch gleichzeitig jede Handlungsmöglichkeit. Du gibst die Macht selbst aus der Hand.

Dabei hättest du jederzeit die Macht! Du könntest etwas an deiner Situation verändern.

Aber eben nur, indem du aus dieser passiven Haltung herauskommst, die volle Verantwortung für dein Leben übernimmst und von dort aus, Schritte festlegst, um Dinge anzupacken, zu verändern.

Geh nicht gegen die Realität

Der Grund, warum so viele Menschen einfach nicht vom Fleck kommen, ist meiner Meinung nach der, dass sie permanent versuchen gegen die Realität zu gehen.

Sie schieben ihre Probleme vor sich her. Wollen sie nicht sehen.

Doch zu versuchen, gegen die Realität zu gehen, ist ein großer Fehler, denn es ist schlichtweg nicht möglich!

Nur weil man selbst, die Augen vor etwas zu verschließt, bedeutet dies ja nicht, dass es verschwindet.

Die einzige Möglichkeit: Du musst hinsehen. Denn in dem Augenblick, wo du das Problem mit einem gewissen Abstand betrachtest, da siehst du auf einmal auch Chancen. Möglichkeiten zur Veränderung sind nämlich immer gegeben. Man müsste nur einmal gründlich hinsehen.

Lebenskrisen sind Wahrnehmungskrisen

Unsere Lebenskrisen sind im Grunde immer Wahrnehmungskrisen. Wir verzweifeln nämlich meistens nicht daran, wie die Dinge gerade sind, sondern eher daran, wie wir sie lieber hätten.

Man kann sich im Grunde in jedem Moment dazu entscheiden, ob man sich nun darauf konzentriert, was man alles hat. Oder aber, man sieht eben einfach nur all das, was einem gerade alles noch fehlt. „Ist das Glas halb voll oder halb leer?“ …

Im Grunde gibt es auch nichts, was von Natur aus gut oder schlecht ist. Von Grund aus sind Situationen nämlich erst einmal neutral! Die Bewertung findet erst in unserem Kopf statt.

Gibt es nicht auch in deinem Leben Abschnitte, die dir damals als besonders schlimm und anstrengend vorkamen, die sich rückblickend betrachtet aber als wahre Glücksfälle herausgestellt haben? Situationen, die im Grunde nur einen Umkehrpunkt in deinem Leben bedeutet haben?

Die Welt mit anderen Augen sehen

Erst du fügst die Bedeutung hinzu. Du kannst also auch in jeder Situation wählen, wie du auf diese Situation reagierst.

Bevor du deine derzeitige Situation also als besonders schlimm und auswegslos ansiehst, solltest du dir zumindest einmal die Chance geben, das Ganze auch mal etwas anders zu betrachten. Gib dir die Möglichkeit, die Dinge auch einmal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

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Glück ist eine Frage der Akzeptanz

In vielen Religionen und Glaubenssystemen weltweit wird „Glück als die Akzeptanz dessen, was ist„, beschrieben.

Für mich persönlich war früher Glück noch sehr stark mit „Erfolg“ verknüpft. „Wenn ich dies oder jenes erreicht habe, bin ich bestimmt glücklich“ Oder „Wenn ich dies oder jenes besitze, bin ich bestimmt glücklich!“

Das Problem dabei: Ein bestimmtes Ziel kann dich überhaupt nicht glücklich machen! Zumindest nicht dauerhaft.

Wenn ich ein Ziel erreicht hatte, war dieses Glücksgefühl zwar durchaus da, aber meistens auch nur von kurzer Dauer. Kurze Zeit später musste es dann nämlich auch schon wieder etwas mehr sein, damit ich wieder „glücklich“ sein konnte.

Das andere Problem: Wenn du Glück an irgendwelche Ziele knüpfst, dann bist du meist den ganzen Weg hin zu diesem Ziel unglücklich. Hast du dein Ziel dann irgendwann erreicht, dann bist du zwar kurzzeitig glücklich. Aber wie lange und steht das alles dann überhaupt im Verhältnis?

Wonach wir streben …

Der Mensch strebt immer nach dem, was er gerade nicht hat! Du würdest zum Beispiel keinen Ferrari haben wollen, wenn du einen hättest. Du würdest auch nicht abnehmen wollen, wenn du schon schlank und zufrieden mit deinem Gewicht wärst.

Vor allem in unserer von Konsum geprägten Welt wird uns jedoch ständig vorgehalten, was wir noch alles zum Glücklichsein bräuchten. Aus diesem Grund findet man hier wohl auch die meisten unglücklichen und unzufriedenen Menschen.

Das Glück in äußeren Umständen zu suchen ist also trügerisch und nie der Weg zum wahren Glück.

Wenn du erst einmal realisierst, dass jedes Streben im Grunde eine Sackgasse ist, dann wirst du vielleicht auch zu all deinen weiteren Zielen auf einmal eine ganz andere Einstellung haben.

Schon Goethe hat es so wunderbar gesagt: „Es irrt der Mensch, solang er strebt.“

Du kannst nämlich tatsächlich nur auf eine Art glücklich sein und bekommst immer das, was du dir immer gewünscht hast. Und zwar: Wähle ganz bewusst das, was du vom Leben bekommst und du bekommst immer das, was du gewählt hast.

Indem du dich und deine Umstände zunächst einmal immer akzeptierst, gibt es keinen Grund mehr für irgendwelche Beschwerden oder negativen Gedanken.

Vergleiche dich nicht!

Was ist wohl der größte Wunsch, der uns Menschen antreibt? Wofür würden wir im Grunde alles tun?

Es ist der Wunsch nach Zugehörigkeit!

Wir Menschen sind im Grunde „Herdentiere“. Wir wollen unbedingt eins: dazugehören.

Und an sich ist dies auch gar nicht schlimm. Zum Problem wird es nur, wenn wir uns dabei selbst in unserer freien Entfaltung beschneiden. Wenn wir das Verhalten Anderer einfach kopieren, uns nicht trauen, das auszusprechen, was wir eigentlich im tiefsten Herzen denken …

Unsere eigentlichen Talente und Fähigkeiten bremsen wir dadurch nämlich im Grunde immer wieder selbst aus.

Vergleichen bringt dich nicht weiter

Sich bewusst oder unterbewusst ständig mit anderen Menschen zu vergleichen, kann enorm anstrengend und frustrierend sein.

Wenn du zum Beispiel meinst, irgendeinem Idealbild entsprechen zu müssen, aus den Medien … Dann bedeutet das ja eigentlich nur, dass du dich selbst nicht so akzeptierst, wie du bist.

Dabei ist es auch noch schlichtweg nicht möglich, sich mit anderen zu vergleichen. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte und ist in seinem eigenem Umfeld groß geworden.

Jeder Mensch hat seine eigenen Talente und Fähigkeiten. Es gibt nicht „besser oder schlechter“. Es gibt nur anders.

Deswegen konzentriere dich nicht darauf, was andere tun oder haben. Konzentriere dich auf dich und deine Stärken. Arbeite nicht daran, so „gut“ wie jemand anderes zu werden, sondern bring deine einzigartige Persönlichkeit voll und ganz zur Entfaltung.

Akzeptiere, dass du nicht perfekt bist.

Denn Perfektionismus endet meistens in rein gar nichts. Höchstens in einer Depression … Perfektionismus ist einfach nur ein riesen Hindernis. Man wird nie fertig. Es wird niemals den eigenen Ansprüchen genügen.

Doch wenn man Dinge perfekt machen will, dann werden sie dadurch ja noch nicht einmal unbedingt besser.

Man verliert sich irgendwann nur noch in Details. Der Kern des Ganzen geht aber immer mehr unter. Man erreicht also häufig mehr dadurch, dass man seine eigenen Erwartungen an sich selbst herunterschraubt.

Es ist besser eine Sache „gut genug“ abzuschließen, als etwas Perfektes nie zu vollenden.

Den perfekten Zeitpunkt gibt es nicht

Genauso wenig gibt es die perfekte Gelegenheit um ein Vorhaben endlich mal anzugehen. Der Plan endlich abzunehmen, die Frage nach der Gehaltserhöhung, …

Anstatt tatsächlich mal in Aktion zu kommen, wird lieber noch auf einen besseren Zeitpunkt gewartet. Doch dieses Aufschieben ist meistens einfach nur eine Ausrede.

Nicht können ist der Vorwand. Nicht wollen ist der wahre Grund.

(Seneca)

Und so wartet man und wartet …

Tatsächlich triffst du aber so oder so eine Entscheidung, selbst wenn du noch etwas „wartest“. Denn selbst wenn du jetzt noch keine Entscheidung triffst und die Sache noch etwas „vertagst“, dann triffst du in Wahrheit auch eine Entscheidung – nämlich die für den Status Quo.

Akzeptiere, was du nicht verändern kannst

Manche Dinge zu akzeptieren, ist unglaublich schwer. Ich würde von mir selbst bestimmt auch nicht behaupten, dass ich besonders gut darin bin, Unschönes in meinem Leben vollkommen anzunehmen und wahrhaben zu wollen.

Manches ist einfach so schmerzhaft, dass man sich innerlich dagegen sträubt, es als gegeben hinzunehmen. Man verspürt einen inneren Widerstand dagegen, es voll und ganz zu akzeptieren.

Mein Tipp: Versuche nicht gegen diesen Widerstand anzukämpfen.

Gib dir die Zeit, die du brauchst.

Versuch den Schmerz nicht wegzudrücken, sondern lass ihn einfach so gut es geht zu.

Vielleicht ist auch einfach noch nicht die Zeit dafür, um endgültig damit abschließen zu können.

Doch du wirst den Schmerz nicht schneller los, indem du dich dagegen sträubst.

Indem du den Schmerz annimmst, ihn akzeptierst, gibst du dir die Möglichkeit, die Dinge zu verarbeiten.

Ich kann dir auch nur wärmstens ans Herz legen, mal das Meditieren für dich auszuprobieren. Mir hilft Meditation immens dabei, Dinge die mich untergründig belasten, zunächst einmal wirklich wahrzunehmen und schließlich dann auch in Frieden gehen lassen zu können.

Fehler akzeptieren

Auch Fehler aus der Vergangenheit zu akzeptieren, fällt nicht immer leicht.

Man trauert Fehlern ewig nach und zieht sich dadurch unnötig Energie ab. Und bringen tut’s ja auch keinem mehr was …

Schon zu sagen: „Ich habe einen Fehler gemacht“, ist im Grunde falsch! Wir machen nämlich keine Fehler. Uns unterlaufen höchstens Fehler.

Keiner macht bewusst Fehler. Wir haben höchstens Entscheidungen in der Vergangenheit getroffen, die sich nun als Fehler herausgestellt haben.

Damals war es jedoch das, was wir für uns als das Richtige angesehen haben.

Der Vergangenheit also nachzutrauern ist eine reine Energieverschwendung.

Das Einzige, was wir mit unseren damaligen Erfahrungen machen können, ist aus ihnen zu lernen. Und aus dieser Sichtweise gibt es dann auch keine wirklichen Fehler mehr, sondern nur noch Lernprozesse.