Glaubenssätze auflösen

Negative Glaubenssätze auflösen in 3 einfachen Schritten

Wenn die Einstellung nicht stimmt, dann stimmt gar nichts! Wie du negative Glaubenssätze auflösen kannst, das erfährst du hier in diesem Artikel …

Dein Glauben an dich und deine Fähigkeiten ist das Fundament für JEDEN späteren Erfolg! Diese meist unbewussten Gedanken also zu erkennen und zu lernen mit ihnen umzugehen ist so ziemlich das Wichtigste, was du jemals erlernen kannst. Wenn du deine negativen Glaubenssätze erkennst, sie dir bewusst machst, dann entkräftest du sie auch gleichzeitig und so kannst du sie schließlich auch ganz einfach loslassen.

Was sind Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind unsere inneren Einstellungen, Sicht- und Denkweisen. Durch sie sehen wir die Welt aus unserem ganz persönlichen Blickwinkel.

Und deine Glaubenssätze bestimmen wirklich ganz maßgeblich dein Leben. Je nachdem welche du nämlich davon mit dir rumträgst, nimmst du auch deine Realität auf deine ganz persönliche Weise wahr. Deine Glaubenssätze bestimmen deine Wahrnehmung. Deine Wahrnehmung bestimmt dein Verhalten. Und so bestimmen deine Glaubenssätze letztendlich auch dein ganzes Leben.

Glaubenssätze Beispiele:

  • Die Erde ist eine Kugel.
  • Schnee ist kalt.
  • Feuer ist heiß.
  • Regen ist nass …

Das sind Beispiele für sehr allgemeine, weitverbreitete Glaubenssätze. Wir haben sie alle in der Schule gelernt oder eben auch schon am eigenen Leib erfahren.

Aber auch jene „Fakten“, die du über dich selbst oder andere zu wissen glaubst, zählen dazu.

Negative Glaubenssätze Beispiele:

  • „Männer sind Schweine.“
  • „Frauen können nicht einparken.“
  • „Ich habe die Veranlagung dazu dick zu sein“
  • „Ich bin unsportlich“

Solche Glaubenssätze, die eine sehr subjektive Sichtweise vertreten hat man sich im Laufe seines Lebens eher unbewusst angeeignet. Man hat sie entweder unbewusst aus seinem Umfeld übernommen oder aus bestimmten Erfahrungen für sich abgespeichert. Vieles davon hat sich schon in den frühen Kindheitsjahren bei uns eingeprägt und sich seit dem immer mehr in uns manifestiert.

Und Glaubenssätze sind nicht unbedingt immer schlecht. Sie geben uns in gewisser Weise Halt, Sicherheit und helfen uns dabei, sich in der Welt zurechtzufinden. Andererseits können uns limitierende Glaubenssätze aber auch beträchtlich einschränken und nehmen uns die Chance auf jede Form von Wachstum und Veränderung.

Glaubenssätze hinterfragen

Hast du deine Glaubenssätze schon mal hinterfragt? Wir übernehmen häufig unbewusst Dinge aus unserem Umfeld und tragen sie unser Leben lang mit uns herum, ohne sie dabei jemals ernsthaft zu hinterfragen. Doch nicht alles, von dem wir uns so sicher scheinen, muss auch zwingend wahr sein.

Im Grunde können wir uns nämlich bei gar nichts absolut sicher sein! Vor ein paar Hundert Jahren glaubte noch die gesamte Menschheit, die Welt sei keine Kugel, sondern eine Scheibe. Jeden, den man damals gefragt hätte, hätte dir das so bestätigt.

Worauf ich damit hinaus will: Selbst allgemeingültige Glaubenssätze sind immer nur eine Momentaufnahme. Selbst sie sind nichts, was in Stein gemeißelt wäre. Auch sie entsprechen immer nur dem derzeitigen Wissensstand und der allgemeingültigen Meinung.

Wenn nun jedoch selbst bei Denkweisen, die dir jeder andere bestätigen würde, eigentlich keine endgültige Garantie auf Richtigkeit besteht. Solltest du dir dann nicht vielleicht auch noch mal bei dem einen oder anderen persönlichen Glaubenssatz die Möglichkeit geben, ihn zu hinterfragen?

Unbewusstes an die Oberfläche holen

Viele unserer Glaubenssätze übernehmen wir einfach unbewusst aus unserem Umfeld, ohne sie jemals kritisch zu hinterfragen. Du denkst vielleicht, du wärst unsportlich, weil du im Sportunterricht nie wirklich gut abgeschnitten hast oder jemand mal eine entsprechende Äußerung gemacht hat. Vielleicht denkst du auch niemals abnehmen zu können, weil deine letzten Versuche immer wieder gescheitert sind …

Vieles was du zurzeit noch als absolut gegeben und unumstößlich ansiehst, siehst du aber vielleicht in einiger Zeit schon wieder ganz anders. Du solltest dir also zumindest einmal die Möglichkeit geben, über deinen Schatten zu springen. Deine Sichtweise kann sich jederzeit ändern.

Was sind zum Beispiel deine Glaubenssätze zum Thema Abnehmen? Was meinst du alles über das Abnehmen zu wissen? Aber auch: Wie stufst du dich und deine Chancen ein?

Nimm dir dazu am besten zwei Zettel und einen Stift zur Hand und schreib es dir tatsächlich einmal auf. Führ dir deine unbewussten Glaubenssätze einmal vor Augen. Das könnte zum Beispiel so aussehen:

Was ich über das Abnehmen weiß

  • „Kohlenhydrate sind schlecht.“
  • „Ich muss Sport treiben.“
  • „Ich darf nicht über 1500 Kilokalorien am Tag kommen.“

Auf dem anderen Blatt:

Was sind meine persönlichen Glaubenssätze?

  • „Ich bin willensschwach.“
  • „Ich bin unsportlich.“
  • „Beim Abnehmen werde ich werde immer wieder rückfällig.“

Sollten deine Listen anschließend tatsächlich so, oder so ähnlich aussehen, dann wirst du wahrscheinlich auch jetzt schon selbst das Problem sehen. Innere Monologe wie „ich bin zu schwach zum Abnehmen“, sind nämlich wahre Erfolgs-Killer.

Aber auch bei all deinem „Wissen“, dass du dir im Laufe der Zeit zum Thema Abnehmen angeeignet hast, solltest du dich einmal fragen, inwieweit dir dieses Wissen letztendlich denn wirklich weitergeholfen hat. Du könntest dich zum Beispiel einmal fragen, was dir all deine Verbote und Essensvorschriften bis jetzt gebracht haben.

Glaubenssätze auflösen – 3 Schritte-Plan

Anstatt dir immer wieder neue Abnehmtechniken oder andere äußere Methoden anzueignen, solltest du stattdessen damit anfangen deine wahren Probleme einmal an der Wurzel lösen.

Indem du deine negativen Glaubenssätze auflöst, setzt du nämlich gleichzeitig auch eine Kettenreaktion aus. Du wirst dein destruktives Verhalten, das aus negativen Gedanken resultiert ablegen und kannst aus einer neu gewonnenen inneren Stärke auch im Außen zu immer mehr Stärke gelangen.

Schritt 1 – Werde bewusster

Sehr viele unserer Glaubenssätze haben wir schon im Kindesalter übernommen. Um diese nun jedoch wieder loszuwerden, da muss man sich ihnen natürlich zunächst einmal bewusst werden.

Im ersten Schritt soll es also darum gehen, diese negativen Glaubenssätze zunächst einmal an die „Oberfläche“ zu holen. Sie sind nämlich meist tief im Unterbewusstsein verankert und laufen dort größtenteils vollkommen unbewusst ab. Zunächst einmal solltest du also ein wenig in dich hineinhorchen.

Nimm dir dazu am besten auch deine Liste von zuvor zur Hand und schreib dir alles auf, was dir dabei in den Sinn kommt. Versuch dabei so genau und ehrlich wie möglich mit dir zu sein. Denn schon alleine dieses Bewusstmachen deiner unbewussten Muster hilft dabei, diese Muster letztendlich zu durchbrechen.

Schritt 2 – Glaubenssätze hinterfragen

Im zweiten Schritt soll es nun darum gehen diese Glaubenssätze einmal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Nimm dazu wieder deine Listen und überlege dir: Woher stammen diese Glaubenssätze überhaupt? Sind sie von dir oder hast du sie nur irgendwann von jemand anderem übernommen?

Inwieweit hat mir dieses Denken weitergeholfen? Und wer sagt überhaupt, dass das stimmt?

Oft wirst du dabei feststellen, das viele deiner Glaubenssätze einer solchen Untersuchung überhaupt nicht standhalten. Manchmal reicht da auch schon eine einzige unbedachte Äußerung, die sich tief in deinem Unterbewusstsein einbrennt und seitdem in deinem Kopf herumspukt.

Vielleicht hat dir mal jemand gesagt, dass du unsportlich bist. Und selbst wenn du denkst, dass dich diese Aussage in diesem Moment gar nicht so tief getroffen hat. Es kann durchaus sein, dass dich untergründig dieser Spruch noch immer beeinflusst.

Schritt 3 – Glaubenssätze auflösen

Wenn du zum Beispiel den Glaubenssatz „Ich werde es nie wirklich schaffen abzunehmen“ hast. Dann könntest du nun ganz einfach einmal bewusst die Sache etwas anders sehen.

Du kannst dir zunächst einmal vorstellen, wie es wohl wäre, diesen Glaubenssatz nicht zu haben. Wenn du von nun an, diesen Glaubenssatz einfach loslassen würdest, wie würdest du dann deine Chancen auf Erfolg einschätzen? Du musst dir im Grunde einfach immer wieder nur darüber bewusst werden, dass dieser Glaubenssatz ja eigentlich nur das ist, was er ist. Ein Gedanke.

Er hat sich aus irgendeinem Grund in dir manifestiert. Du hast diesen Gedanken zwar unbewusst gewählt, doch nun hast du die Wahl. Du kannst wählen, wie du über dich und deine Zukunft denkst. Zumindest wenn du dir deiner Gedanken bewusst wirst. Wenn du deine unbewussten Gedanken beobachtest, dann hast du nämlich auch immer den nötigen Abstand, um dich von ihnen zu distanzieren.

Wenn dir erst einmal klar wird, dass du dir die meiste Zeit einfach nur unbewusst selbst im Weg stehst, dann hast du nämlich schon einen entscheidenden Schritt gemacht.

Glaubenssätze ersetzen

Wie kann man sich positive Glaubenssätze aneignen? Ist dies überhaupt möglich?

Nun ja. Es ist durchaus möglich. Den Fehler, den du dabei jedoch unbedingt vermeiden solltest ist folgender. Versuche nicht, dich gegen deine negativen Gedanken zu wehren. Es würde tatsächlich nämlich alles nur schlimmer machen! Jeden Gedanken, den du ablehnst, der wird nämlich ganz einfach nur stärker.

Es ist ein wenig wiedersprüchlich, doch wenn du deine negativen Gedanken auflösen willst, dann musst du sie zunächst einmal akzeptieren. Erst dann gibst du ihnen nämlich tatsächlich die Möglichkeit „in Frieden zu gehen“.

Wenn du nun also diesen Gedanken hast, dann lässt du ihn dadurch am schnellsten wieder los, indem du ihn „anschaust“, ohne ihn irgendwie zu bewerten. Versuch es jetzt sofort einmal aus. Beobachte einmal genau deine derzeitigen Gedanken. Denn wenn du dies tust, dann wirst du feststellen, dass augenblicklich „Ruhe herrscht“.

Das eigentliche Problem mit unseren unbewussten Gedanken und Gefühlen ist nämlich im Grunde immer nur das, dass wir ihnen einfach so das Feld überlassen. Wenn du einfach nur wahrnimmst, was gerade ist, dann hast du überhaupt kein Problem!

Es ist die Identifikation mit deinen Gedanken, Gefühlen und Glaubenssätzen, die überhaupt erst das Problem erschafft.

Ich weiß, das hört sich alles relativ abstrakt für dich an. Doch der wichtigste und im Grunde genommen auch einzige Schritt, den du immer machen musst, ist, dass du erkennst, dass du nicht deine Gedanken oder Gefühle bist.

Wir sagen es nämlich auch schon im Sprachgebrauch. „Ich habe einen Gedanken.“ „Ich habe das Gefühl.“ … Was ich jedoch habe, das kann ich ja letztendlich dann auch nicht sein.

Da wo du hin willst liegt jenseits deiner derzeitigen Gedanken. Und nur wenn du deinen Bewusstseinszustand veränderst, du vom Denken hin zur Wahrnehmung kommst, kannst du letztendlich auch über deinen Schatten springen.

Nun kannst du bewusst positiv denken. Du könntest immer wieder vor deinem inneren Auge durchspielen, wie du erfolgreich bist. Du könntest gedanklich durchspielen, wie du jede prekäre Situation locker leicht meisterst … All das würde schon dazu beitragen, dass sich dein tatsächliches Verhalten verändert.

Die weiseste Herangehensweise wäre jedoch folgende: Du kehrst überhaupt nicht mehr auf die Gedankenebene zurück, sondern bleibst der Beobachter. Aus dieser Perspektive heraus wirst du nämlich gar keine Fehler mehr machen, denn diese sind immer nur das Produkt deiner Gedanken und alten Glaubenssätze. Im Jetzt machst du nie wieder einen Fehler. Du siehst einfach nur was zu tun ist.

Alte Glaubenssätze oder fehlerhaftes Denken haben in puren Bewusstsein nämlich überhaupt keine Chance.

 

 

Die Macht deiner Gedanken und Glaubenssätze

Bei einer anderen Studie, die mit Erwachsenen durchgeführt wurde, wurden die Kandidaten unter dem Vorwand ihre Geschmackswahrnehmung zu testen, dazu aufgefordert mehrere Stunden vor der Verkostung nichts zu essen. Anschließend wurden den Probanden zwei Teller hingestellt, einer mit Radieschen und einer mit Plätzchen. Eine Hälfte der Testpersonen durfte dann ausschließlich Radieschen, die andere nur Plätzchen „testen“.

Danach sollten beide Gruppen noch eine Konzentrations- und Geschicklichkeitsübung meistern, die jedoch eigentlich unlösbar war. Im Schnitt kam bei dieser Studie heraus, dass die Plätzchen-Gruppe länger versucht hatte, diese Aufgabe zu lösen, bevor sie schließlich aufgaben.

Anscheinend war die Gruppe, die zuvor schon den Plätzchen widerstehen musste, bereits durch diesen inneren Kampf zuvor geschwächt. Doch es gab noch einen sehr viel deutlicheren Zusammenhang, der mit dieser Studie aufgedeckt wurde. Die Testpersonen mussten zuvor einen Fragebogen ausfüllen, auf dem sie unter anderem ihre eigene Willensstärke auf einer Skala einschätzen sollten.

Diejenigen, die ihre eigene Willensstärke als hoch einschätzten, waren in beiden Testgruppen, diejenigen, die bei der Konzentrationsübung am längsten durchgehalten hatten. Einige von ihnen berichteten anschließend sogar, dass sie solche Herausforderungen sogar eher anspornen und sie in ihrem festen Glauben an sich bestärken würden.

Und auch dieses Phänomen wurde mittlerweile durch viele ähnliche Versuche untermauert. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen einer bestimmten Form des Selbstvertrauens, der sogenannten Selbstwirksamkeitserwartung und der Erreichung persönlicher Ziele. Der Glauben daran, ein Ziel aus eigener Kraft zu erreichen ist sozusagen der Grundbaustein für jeden späteren Erfolg. Dein Selbstbild entscheidet über die Qualität deines Lebens und deswegen gilt es im Grunde auch nie nach außen zu schauen, wenn man die Lösung seiner Probleme sucht. Der Blick muss vielmehr nach innen gehen.