mentales Training

Mentales Training beim Abnehmen

Mentales Training betreiben ganz viele Spitzensportler, Performer, Manager, …, erfolgreiche Menschen aus allen Bereichen, von denen du mit Sicherheit auch den einen oder anderen kennst.

Viele von ihnen haben sogar eigene Coaches, die sie mental auf bevorstehende Turniere, Auftritte, Termine … vorbereiten. Du kannst aber auch selbst mentales Training für alles Mögliche benutzen und dadurch deine Chancen auf Erfolg drastisch steigern! Auch beim Abnehmen …

Wie du mentales Training lernen und wie du es fürs Abnehmen nutzen kannst, das erfährst du hier in diesem Artikel.

Abnehmen ist Kopfsache!

Was ist das Geheimnis von Erfolg?

Mentale Konditionierung!

Nicht nur jeder Spitzensportler weiß, dass Erfolg in entscheidendem Maße davon abhängt, wie sehr man an sich und seinen späteren Erfolg glaubt. Auch im Gebiet der Erfolgspsychologie ist dieser Zusammenhang mittlerweile unumstritten.

Der Kopf spielt eine entscheidende Rolle beim Erreichen von Zielen. Du musst nämlich zunächst einmal daran glauben, bevor du dein Ziel dann später auch tatsächlich erreichst.

Erfolgreich abnehmen bedeutet also im Grunde auch zunächst einmal im Kopf den richtigen Hebel umzulegen.

Denn du kennst es sicherlich auch von dir selbst: Wenn du im Voraus schon weißt, wie du eine bestimmte Sache angehen möchtest, dann fluppt es meistens auch direkt auf Anhieb. Andererseits: Hast du noch keine wirkliche Vorstellung davon, wie das Ganze später ablaufen soll, oder du dich sogar dabei scheitern siehst, dann tritt es in den meisten Fällen auch genauso später ein.

Und nun kannst du dich ja einmal fragen: „Wie schätzt du gerade deine Chancen auf Erfolg beim Abnehmen ein?“

Hast du ein klares Bild davon vor Augen, wie du dein Ziel erreichst, oder siehst du dich eher scheitern? Solltest du nämlich dein Vorhaben schon jetzt mit einer unbewussten Haltung des Scheiterns angehen, dann stehst du dir dabei im Grunde auch permanent selbst im Weg.

Wie Motivation entsteht

Was denkst du, treibt wirklich erfolgreiche Menschen tagtäglich zu Höchstleistungen an?

Die Antwort: Sie haben ein klares Ziel vor Augen und glauben auch in jeder Sekunde daran, dieses Ziel letztendlich zu erreichen!

Sie wachen morgens auf und haben ihr Ziel direkt vor Augen. Tagsüber tun sie alles dafür, diese Vision in die Tat umzusetzen. Und abends schlafen sie dann auch mit diesem Bild vor Augen ein …

Das ist es, was sie tagein tagaus antreibt und ihr Ziel nicht aus den Augen verlieren lässt.

Und das brauchst du auch. Du musst zunächst einmal eine klare Vorstellung davon haben, wo du einmal hinwillst. Du brauchst ein Ziel, das dich antreibt und das nötige Selbstvertrauen, dieses Ziel auch tatsächlich zu erreichen.

Wie du dir einen solchen „inneren Antreiber“ erschaffst und wie du ihn tagsüber gezielt einsetzen kannst, das erfährst du im nachfolgenden Abschnitt …

Abnehmen mit mentalem Training

Eine Sache solltest du dir zunächst einmal klarmachen: Wir treffen unsere Entscheidungen meistens unbewusst!

Tatsächlich ist es nämlich so: In ca. 95% der Fälle agieren wir tagsüber unbewusst. Wir werden viel mehr von unseren Emotionen und Gewohnheiten beeinflusst, als wir es vielleicht denken.

Letztendlich sind es jene unbewussten Muster, die dich zur Schokolade greifen lassen oder die es dir so schwerfallen lassen dich zum Sport aufzuraffen, die die wirklichen Ursachen deiner Gewichtsprobleme sind!

Und klar, du hast dir dies nicht unbedingt so ausgesucht. Diese Muster haben sich eher langsam aber stetig bei dir eingeschlichen. Doch wenn du deine Gewichtsprobleme tatsächlich lösen willst, dann muss auch in deinem Kopf eine Veränderung stattfinden.

Du musst Unbewusstes an die Oberfläche holen und wieder mehr Kontrolle darüber erlangen.

Dein Selbstbild und dein Verhalten

mentales Training abnehmen

Dein derzeitiges Verhalten, aber auch was du dir zukünftig zutraust, ist nichts anderes, als das Resultat deines vergangenen Verhaltens und deiner bisherigen Erlebnisse. Unbewusst verhältst du dich immer deinem derzeitigen Selbstbild entsprechend.

Du hast irgendwann unbewusst „abgespeichert“, dass dir bestimmte Dinge liegen. Anderes wiederum nicht.

Du hast dir wahrscheinlich auch über die Jahre den Gedanken „eingepflanzt“, dass du nicht dazu in der Lage bist, deine Essgewohnheiten unter Kontrolle zu bekommen. Du hältst dich vielleicht für zu schwach und undiszipliniert, den süßen Sünden zu widerstehen. Regelmäßig Sport zu treiben …

Und diese Gedanken sind pures Gift beim Abnehmen! Im Grunde stehst du dir dadurch nämlich permanent selbst im Weg. Du ziehst dir permanent selbst wertvolle Energie ab, die du eigentlich viel besser einsetzen könntest.

Letztendlich würdest du dein Ziel 1000-mal schneller erreichen, wenn du solche Selbstzweifel immer wieder direkt im Keim ersticken würdest.

Eine Technik, mit der du genau dies erreichen kannst, ist die Visualisation …

Die Visualisation

Bei der Visualisation machst du im Grunde nichts anderes, als dir immer wieder vorzustellen, wie du erfolgreich dein Ziel erreichst. Sobald du tagsüber spürst, wie wieder Selbstzweifel in dir aufkommen oder deine Motivation sinkt, kannst du mit einem starken „Bild“ entgegensteuern.

Was du dafür brauchst:

  • Ein gewisses Feingefühl: Du musst dich zunächst einmal ein wenig darin trainieren dir unbewusste Vorgänge bewusst zu machen. Was geht da gerade in meinem Kopf ab? Bin ich im positiven Bereich oder zweifel ich gerade wieder an mir und meinen Fähigkeiten?
  • Ein starkes Ziel: Du brauchst ein starkes Bild, das dich antreibt. Nicht so etwas wie: Ich will 10 Kilos abnehmen. Sondern eine Vision, die spürbar mehr Motivation in dir freisetzt. Wofür willst du abnehmen? Was erhoffst du dir davon?
  • Offenheit: Die Technik der Visualisation ist vielleicht zunächst noch etwas befremdlich für dich. Für mich war sie es auf jeden Fall zu Anfang. Doch ich empfehle dir wirklich dieser Technik eine reelle Chance zu geben!

Um ein gewisses Feingefühl für deine unbewussten Gedankengänge und Emotionen zu erlangen, würde ich dir empfehlen tagsüber immer mal wieder inne zu halten. Frag dich einfach öfters mal: „Was beschäftigt mich eigentlich gerade?“ Was geht da gerade in deinem Kopf vor und welche Gefühle lösen diese Gedanken in dir aus?

Eine gute Technik, das Bewusstsein zu schärfen und tiefer in solche unbewussten Vorgänge einzutauchen, ist die Meditation. Beim Meditieren tust du nämlich im Grunde nichts anderes, als deine Gedanken zu beobachten und deine Sinne zu schärfen.

Mach dir Gedanken über dein „Ziel hinter dem Ziel abzunehmen“. Also was versprichst du dir davon? Wie sollte dein Leben dann zukünftig aussehen? Du musst da wirklich etwas für dich finden, wo du dir sagst: „Ja, dafür lohnt es sich zu kämpfen!“ Du musst im Grunde, schon während du dir dieses Ziel vorstellst, merken, wie Kräfte in dir freigesetzt werden.

Der Visualisationsprozess:

  1. Entspann dich: Setz dich am besten dazu hin und schließe deine Augen. Atme ein paarmal tief ein und aus und versuch dich zu entspannen.
  2. Denk an dein Ziel: Stell dir möglichst lebhaft eine Situation vor, in der du dein ziel schon erreicht hast. Mal dir so detailliert wie möglich aus, wie es wohl in der Zukunft wäre, wenn du erfolgreich abgenommen hast. Stell dir am Besten eine ganz konkrete Situation vor. Ein positives Bild von dir und deinem „neuen Ich“.
  3. Fühl dich hinein: Wichtig dabei ist, dass du dich wirklich in die Situation hineinfühlst. Du musst dich so gut es geht mit dieser „neuen Person“ identifizieren. Du bist diese neue Person. Wie fühlst du dich in dieser Rolle? Wie siehst du dich? Welche Ausstrahlung hast du in dieser Situation? Wie ist dein Energielevel? …

Versuche dir dein Bild so realistisch wie möglich zu machen. Wie verhältst du dich? Wie fühlst du dich? Es sollte sich für dich so echt wie möglich anfühlen.

Ob du dich in dieser Situation aus einer Zuschauerperspektive betrachtest oder durch deine eigenen Augen diese „Situation erlebst“, ist im Grunde egal. Probier da einfach aus, was für dich am besten funktioniert.

Das Wichtigste dabei ist einfach nur, dass du dich wirklich vollkommen auf diese Technik einlässt und dich so gut es nur geht in diese fiktive Situation und dein neues Ich hineinversetzt.

mentales Training Tipps

Wieso funktioniert das?

Du hast die Technik der Visualisation wahrscheinlich sogar schon mal gesehen, ohne es zu wissen. Zumindest dann, wenn du dir schon einmal ein Ski-Abfahrtsrennen angesehen hast.

Dabei hast du vielleicht schon mal beobachtet, wie Abläufer kurz vor ihrem Start mit geschlossenen Augen neben der Piste stehen und im Geist noch einmal den Streckenverlauf durchgehen.

Auch hierbei nutzt der Skifahrer aus, dass das Gehirn nicht zwischen lebhaft vorgestellten und tatsächlich erlebten Situationen unterscheidet. Dem Gehirn ist es nämlich im Grunde egal, ob du nun die Strecke tatsächlich herunterbraust oder dir nur vorstellst, wann du welche Bewegung ausführen musst. In beiden Fällen lernst du den Streckenverlauf durch die Wiederholungen der Abläufe.

Alleine durch diese Vorstellungen bilden sich nämlich neue neuronale Verbindungen in deinem Gehirn. Schon bestehende Bahnen werden durch diese Wiederholungen gestärkt.

Und dieses Phänomen wird nicht nur im Skisport genutzt. In fast jeder Sportart, die auf hohem Niveau betrieben wird, werden sogar richtige Mental-Coaches angestellt, die die Sportler mental auf anstehende Wettbewerbe vorbereiten.

Aber auch zur Vorbereitung auf Präsentationen oder Ähnliches, wird diese Technik häufig eingesetzt. Ob du nun mit dieser Technik bestimmte Bewegungsabläufe perfektionieren möchtest oder damit innere Blockaden beseitigen willst, ist im Grunde egal.

Du kannst dir also im Prinzip neue positive „Erlebnisse und Erinnerungen“ in dein Unterbewusstsein einpflanzen.

Und so wie sich deine damaligen Erlebnisse und Erinnerungen auf dein bisheriges Verhalten ausgewirkt haben, so wirken sich deine vorgestellten Erlebnisse auch auf dein zukünftiges Verhalten aus. Dein Verhalten passt sich an.

Du bastelst dir also durch deine Vorstellungskraft neue „praktische“ Erfahrungen. Erfahrungen, die wiederum dein weiteres Verhalten beeinflussen …

Und wenn sich das Ganze für dich immer noch nach faulem Zauber anhört, dann gib dieser Methode trotzdem einfach einmal eine Chance. Sei offen für etwas Neues. Wie gesagt, diese Technik wird von vielen Hochleistungssportlern und bekannten Performern zur Vorbereitung auf die unterschiedlichsten Situationen eingesetzt. Genauso kann sie aber auch dir dabei helfen, dir neue Verhaltensweisen anzutrainieren, die dir beim Abnehmen helfen können.

Dein Verhalten passt sich an

Wenn du diese Technik erst einmal ein paar Tage gemacht hast, dann wirst du irgendwann erstaunt feststellen, wie sich dein tatsächliches Verhalten, an deine Imagination Stück für Stück anpasst.

Ob du dir nämlich zutraust eine bestimmte Sache erfolgreich abzuschließen oder nicht. Das hängt entscheidend davon ab, wie du in der Vergangenheit bei ähnlichen Erlebnissen abgeschnitten hast.

Hast du nun schon die eine oder andere Diät erfolglos abgebrochen, dann wird es für dich im x-ten Anlauf schon deswegen immer schwerer. Du kannst es dir einfach nicht mehr wirklich vorstellen und so hältst du dich immer wieder selbst zurück.

Um diese „Selbstsabotage“ zu durchbrechen, muss man sich dieser jedoch zunächst einmal bewusst werden.

Denn dieses Selbstbild und die damit evtl. verbundenen Einschränkungen sind tief in deinem Unterbewusstsein verankert und laufen ganz automatisch ab.

Eine Veränderung vorantreiben

Eins sollte dir dabei natürlich klar sein. Genauso wenig wie der Skifahrer durch seine Vorstellungskraft alleine den Berg hinunter kommt. So wirst auch du dir deine überschüssigen Pfunde nicht einfach wegdenken können.

Genauso wie der Skifahrer sich dem Berg stellen muss. Musst du dich natürlich auch deiner Herausforderung in der realen Welt stellen. Dein mentales Training kann deine Erfolgschancen beim Abnehmen zwar drastisch steigern. Dein Ziel erreichen wirst du jedoch nur dann, wenn du auch im realen Leben in Aktion kommst.

Wichtig: Wenn dich dein mentales Bild nicht dazu antreibt, auch in der Realität in Aktion zu kommen, dann musst du ein anderes Bild wählen, das dich richtig „zieht“.

Zusammenfassung: Mach dir immer wieder klar. Dein derzeitiges Verhalten ist nichts anderes, als das Ergebnis deines vergangenen Verhaltens bzw. deiner Erfahrungen.

So wie du dich jetzt siehst, ist also nichts, was in Stein gemeißelt wäre.

Indem du heute damit anfängst, dir die Möglichkeit zu geben dich anders zu sehen, gibst du dir gleichzeitig auch die Möglichkeit deine selbst gemachten Ketten zu sprengen.

„Wer heute einen Gedanken sät, erntet morgen die Tat, übermorgen die Gewohnheit und schließlich sein Schicksal.“ (Gottfried Keller)