Abnehmen ohne Diät

Abnehmen ohne Diät – in 4 einfachen Schritten

Abnehmen ohne Diät, wie soll das gehen? In diesem Artikel erfährst du, wie du abnehmen kannst ohne dabei in der Jo-Jo-Falle zu landen und wie du mit ein paar einfachen Tricks dein Verhalten dauerhaft veränderst. Denn nur so funktioniert’s endgültig!

Diäten sind nie die endgültige Lösung. Tatsächlich ist es sogar so: Statistisch gesehen nimmt man durch Diäten eher zu!

Nach einer kurzen Zeit des Abnehmens folgt in den allermeisten Fällen nämlich eine lange Zeit des Zunehmens (auch wenn einem das Abnehmen meistens deutlich länger vorkommt).

Warum dies so ist und wie du es tatsächlich schaffst dauerhaft abzunehmen, das erfährst du hier in diesem Artikel.

Das Problem bei Diäten

Das Problem mit Diäten ist ganz einfach: Sie lösen nicht wirklich das Problem! Es ist sogar eher so, dass durch dieses ständige „Rumdiätieren“ alles nur schlimmer wird.

Eine strikte Diät täuscht deinem Körper nämlich immer eine Art Notsituation vor und das hat schwerwiegende Folgen.

Der Jo-Jo-Effekt ist wohl jedem ein Begriff und sehr viele haben ihn auch schon am eigenen Leib erfahren. Zu wenig essen führt letztendlich immer wieder dazu, dass man seinen Körper darauf trainiert auch mit weniger auszukommen. Doch nicht nur aus diesem Grund führen Diäten nicht zum erwünschten Erfolg.

Im Alltag verändert sich nämlich meistens rein gar nichts dadurch. Früher oder später ist man dann doch wieder bei seinem alten Essverhalten angelangt und auch die Nachmittage werden wieder auf der Couch statt im Fitnessstudio verbracht …

Abnehmen ohne Diät bedeutet alte Gewohnheiten endgültig abzulegen und somit auch Gewichtsprobleme dauerhaft zu lösen. Es ist ein innerer Schritt notwendig, bei dem jedoch Verbote oder strikte Essensregeln keine wirkliche Hilfe sind.

Dauerhaft abnehmen ohne Diät – 4 Schritte Plan

Dauerhaft abnehmen, das funktioniert nur ohne Diät. Wie eine solche alternative Herangehensweise aussehen kann erfährst du hier in dem einfachen 4-Schritte-Plan …

Schritt 1: Lass deine Diätgrundsätze fallen

Es hört sich ganz einfach an, doch diese Diät-Konditionierung ist häufig schon so tief in unserem Unterbewusstsein eingebrannt, dass wir im Grunde gar nicht mehr anders können, als alles in „gute und böse“ Lebensmittel zu unterteilen.

Und es war ja auch alles gar nicht mal falsch gedacht. Es gibt mit Sicherheit Lebensmittel, die dir mehr bzw. weniger dabei helfen abzunehmen. Das Problem dabei: wir unterschätzen ganz häufig die Macht unseres Unterbewusstseins und unserer tagtäglichen Gedanken.

Versuch doch zum Beispiel einmal „nicht an einen rosa Affen“ zu denken. Wahrscheinlich hattest du nämlich gerade ein Bild von genau diesem vor deinem inneren Auge. Etwas ähnliches passiert nämlich auch, wenn du nicht über Chips nachdenken sollst. Ich liebe in diesem Zusammenhang auch das Zitat: „What you restist, persists.“ Was soviel bedeutet, wie: „Wogegen du ankämpfst, wird stärker.“ Oder „Widerstand ist zwecklos.“

Alles worauf wir unseren Fokus legen, wird nämlich in irgendeiner Form immer wiederkehren und letztendlich nur immer stärker.

Schmerzen, die du ablehnst, die werden immer stärker. Kopfschmerzen zum Beispiel kannst du nicht wegdenken. Du kannst sie höchstens akzeptieren. Es ist der einzige Weg, dass sie sich abschwächen können.

Tja und genauso läuft es letztendlich auch nur bei deinen Gewohnheiten. Du kannst versuchen dich dagegen zu stämmen. Du kannst kämpfen und alles versuchen … Auf diese Weise wirst du sie letztendlich aber nie endgültig los. Früher oder später werden sie immer wiederkehren.

Und das ist auch schon der fließende Übergang zum einfachen Schritt #2 …

Schritt 2: akzeptiere deine Gewohnheiten

dauerhaft abnehmen ohne DiätDas hört sich total Gaga an, ich weiß. Doch wenn du einmal überlegst. Alles was du bekämpfst, wird letztendlich stärker. Sich sträuben und kämpfen führt immer nur dazu, dass man unnötig jede Menge Energie verpulvert. Die einzige Möglichkeit: Du musst deine derzeitige Situation zunächst einmal voll und ganz akzeptieren, denn von dort kannst du schließlich dann auch in den Vorwärtsgang schalten.

Wenn du begreifst, dass jeder Widerstand gegen deine derzeitigen Gewohnheiten letztendlich immer ein Widerstand gegen dich selbst ist, dann wirst du mir zustimmen, dass das keine Lösung sein kann.

Du hast mit dem ersten Schritt gelernt, dass Verbote oder strikte Regeln immer auch den unbewussten Reiz derer Übertretung beinhalten. Du kannst beispielsweise einem Kind sagen, dass es etwas auf keinen Fall machen darf … Einer Sache kannst du dir anschließend sicher sein. Es wird früher oder später genau das tun!

Doch selbst im Erwachsenenalter kommt man nie wirklich über diesen Kinderstatus hinaus.

Die einzige Möglichkeit: Du lässt all diese Verbote fallen, akzeptierst deine derzeitige Situation zu 100% und legst von diesem Standpunkt aus weitere Schritte fest.

Schritt 3: überzeuge dich selbst

Tja, letztendlich ist es tatsächlich immer so: Wir stehen uns eigentlich immer nur selbst im Weg!

Denn genau wie sich ein Kind nicht gerne bevormunden oder Dinge verbieten lässt, so lassen auch wir uns ungerne verbiegen, sei es von anderen oder unserer eigenen Stimme im Kopf, die uns permanent Vorschriften macht.

Das Schöne: Genauso, wie du ein Kind von einer Sache überzeugen kannst, wenn du dir die Mühe machst, es ihm verständlich zu erklären, so können wir uns selbst im Grunde genauso von neuen Verhaltensweisen überzeugen. Vorausgesetzt, wir gehen anständig mit unserem „Gegenüber“ um.

Anbrüllen, belehren oder von oben herab, das mag nun wirklich niemand. Wir mögen es noch nicht einmal von uns selbst, bei uns selbst.

Wenn du dich nun also tatsächlich von anderen Essgewohnheiten oder mehr Sport überzeugen willst, dann solltest du dies auch bei dir selbst nie mit erhobenen Zeigefinger tun. Es gibt nichts, wofür du dich entschuldigen oder rechtfertigen müsstest. Auch nicht deine Essgewohneiten …

Wenn du nun also aus einer inneren Haltung der Akzeptanz kommst und gleichzeitig auch noch all diese verwalteten Glaubenssätze einfach mal fallen lässt, wie fühlt sich dann deine Bereitschaft zu einer Veränderung an? Wahrscheinlich doch schon etwas größer, oder?

Schritt 4: bereit sein ist alles!

Eigentlich wollte ich diesen Schritte Plan schon nach Punkt 3 enden lassen, denn im Grunde ist jetzt auch schon alles gesagt.

Was nämlich eigentlich immer nur geschehen muss, ist, dass du innerlich an diesen Punkt gelangst, wo du tatsächlich bereit zur Veränderung bist. Es muss ein vollkommen aus dir kommender Impuls sein, der dich antreibt. Du musst vollkommen intrinsisch motiviert sein.

Wenn du nun also sagst: „Ich esse ab jetzt nur noch die Hälfte.“ oder „Ich mache von nun an regelmäßig Sport.“ … dann darf dies eigentlich nie geschehen, weil du damit ein bestimmtes Ziel verfolgst. Es muss sich ganz einfach gut und richtig für dich anfühlen, dich in dieser Weise zu verhalten. Es ist das, was du jetzt willst und es ist nichts wodurch du dir irgendetwas erhoffst.

Was passiert beispielsweise, wenn du dich jetzt in dieser Sekunde zu 100% akzeptierst? Du deine ganzen großen Ziele und auch jegliche Verbote und Vorschriften für einen Moment über Bord wirfst? Willst du nun unbedingt alles mögliche essen? Bist du nun vollkommen antriebslos? … Oder fühlst du dich tatsächlich nicht endlich wirklich frei? Frei von alten Zwängen und Ketten?

Wer zu neuen Ufern aufbrechen will muss zunächst einmal immer den eigenen Hafen verlassen. Loslassen ist also immer ein ganz wichtiger Faktor. Du wirst deine derzeitigen Gewohnheiten nicht dadurch ändern, indem du dir immer wieder neue Vorschriften und Ketten ans Bein bindest.

Du musst vielmehr ganz viel von dem loslassen, was du momentan meinst zu wissen. Über dich. Die richtige Ernährung … Denn dann wirst du feststellen. Da steckt noch viel mehr in dir, als du es möglicherweise gerade noch denkst.

Tipps zum Abnehmen ohne Diät

1. Wie viel ist genug?

Wir leben in einer Welt von „höher, schneller, weiter …“. Dabei stellt sich jedoch immer die Frage: Macht mich all dies wirklich glücklicher? Oder liege ich nicht einfach nur einer allgemeinen Illusion zum Opfer?

Und dieses „Mehr“, das wird uns auch schon recht früh eingebläut und so spiegelt es sich häufig dann später auch in unserem Essverhalten wider. Sich also einfach einmal damit zu beschäftigen, wie viel denn eigentlich wirklich genug ist und womit man sich dann auch tatsächlich am besten fühlt ist eine Frage, die man sich ruhig einmal stellen kann.

Sie kann dazu führen, dass das eigene Essverhalten einmal gründlich überdacht und auch das Konsumverhalten hinterfragt wird. Denn wenn wir lernen auch einmal mit etwas weniger auszukommen, dann hat man wirklich einmal aus seinen Fehlern gelernt. Ein Punkt, der auch beim Abnehmen die einzige Möglichkeit für eine stetige Weiterentwicklung ist.

2. Die Macht der Gedanken

Eines solltest du dir immer wieder bewusst machen. Unsere Gedanken sind ein ganz großartiges Werkzeug. Mehr jedoch auch nicht! Das Problem ist nämlich, dass viele sich zu stark mit ihren Gedanken identifizieren. Doch dann hat plötzlich das Werkzeug die Macht über dich. Und das kannst du nicht wirklich wollen.

Negative Gedanken führen zu destruktiven Handlungen. Der Hauptgrund für ausgewachsene Gewichtsprobleme. Jeder Gedanke, der zu Frust,  Angst … führt wird sofort mit Essen betäubt. Es ist tief in einem verankert. Doch das Problem ist noch nicht einmal wirklich dieses antrainierte Frust-Reaktionsmuster. Eigentlich dürfte es nämlich überhaupt nicht dazu kommen, dass dieser Gedanke so viel Macht über uns haben kann.

Die Reaktionsmuster können nämlich unterschiedlich sein. Der eine greift zur Schokolade, die andere zur Zigarette … Doch eigentlich ist es eben auch nur ein Gedanke. Eine Reaktion ist eigentlich vollkommen überflüssig. Gedanken zu beobachten und sich nicht mehr so sehr von ihnen mitreißen zu lassen halte ich also wirklich für einen ganz wichtigen Schritt, um seine Verhaltensmuster zu hinterfragen. Erste wichtige Lektion dabei: Du bist nicht der Gedanke! Du hast Gedanken. Doch deswegen kannst du negative Gedanken auch ganz einfach loslassen und gibst ihnen so keine Möglichkeit, dein Leben zu bestimmen.

3. Was ist dein Ziel?

Ein Ziel erreichen ohne ein wirkliches zu haben? Das hört sich nicht nur unmöglich an. Es ist es auch. Und doch erlebt man es immer wieder. Abnehmen, reich werden, der/die Beste in seinem/ihren Bereich sein …

Das hört sich zunächst einmal alles erstrebenswert an. Fragt man dann jedoch einmal etwas genauer nach, dann kommt meistens einfach nur heraus, dass es sich hierbei überhaupt nicht um ein „hin-zu-Ziel“ sondern vielmehr um ein „weg-von-Ziel“ handelt. Es ist vielmehr eine Flucht weg von der ungeliebten derzeitigen Situation, dem Übergewicht, den Minderwertigkeitskomplexen …

Doch das ist eben immer ein Problem. Wenn das Ziel eigentlich nur „weg“ lautet, dann kann es überall hingehen. Im Grunde geht es jedoch meistens nirgendwo hin, höchstens in Kreis. Es wird zur permanenten Flucht, doch ankommen wird man so nirgends. Wenn ich dir also einen guten Tipp geben darf (eher den zweiten), dann finde für dich erst einmal heraus, wo es denn tatsächlich hingehen soll. Wie willst du eigentlich leben? Wenn hier absolute Klarheit herrscht, dann kannst du nämlich auch endlich einmal geradewegs auf etwas zusteuern.

4. Bewusst essen

Vielleicht wünschst du dir hier jetzt noch einen etwas konkreteren Tipp von mir. Vielleicht war es dir alles auch viel zu schwammig, wenn ich hier über „Ziele“ oder „genug“ schreibe. Deswegen wird dieser Tipp jetzt hoffentlich noch etwas deutlicher machen, worauf es hinausläuft.

Denn wenn ich von der Macht deiner Gedanken spreche und wie sehr wir tagsüber von unbewussten Mustern (fehl-)geleitet werden, dann geht es mir letztendlich darum, dass du erkennst, dass es eigentlich nur eine wirkliche Möglichkeit gibt sein Leben zu verändern. Du musst „bewusst werden“.

Tatsächlich gibt es nämlich sehrwohl eine ganz einfache Möglichkeit die eigenen Gedanken, Gewohnheiten und Verhaltensweisen zu verändern. Sobald du dir nämlich deiner derzeitigen Gedanken, Gefühle und deines Verhaltens bewusst wirst, da hast du auf einmal die Macht etwas zu verändern.

Dir wird bewusst, dass du gerade pessimistisch in die Zukunft blickst. Du kannst es verändern. Du fühlst dich schlecht? Dann kannst du dich auch gut fühlen. Du willst gerade aus deinen üblichen Verhaltensmustern heraus zur Schokolade greifen? Dann entscheide bewusst, ob du dies wirklich tun willst.

Und um jetzt bloß einmal auf das letzte unbewusste Muster einzugehen. Natürlich könntest du jederzeit deine „schlechten“ Gewohnheiten ablegen. Alles, was dich bisher davon abgehalten hat, waren deine unbewussten negativen Gedanken über dich die Welt, deine unbewussten Gefühle, die du versuchst mit Essen zu überdecken, deine unbewusste Gewohnheit, bei der du die Chips mit Gemütlichkeit verbindest …

In dem Moment, wo du dir jedoch bewusst machst, da hast du auf einmal die freie Wahl. Wenn du nicht mehr so sehr getrieben bist von deinen unbewussten Mustern, dann kannst du wählen, ob du nun etwas essen willst oder nicht. Du kannst wählen, was du isst, tust oder lässt. Es ist also im Grunde ein anderer Bewusstseinszustand den du anstrebst, keine neue Methode.

Wenn du wirklich jederzeit bewusst wahrnimmst, was in der jeweiligen Situation das Richtige ist, dann machst du auch nie wieder unbewusst einen Fehler. Weder bei der Auswahl, Menge oder Häufigkeit deiner Mahlzeit, noch bei jeder anderen Entscheidung, die du tagsüber triffst.