Abnehmen Essen

Was darf ich beim Abnehmen essen? Was nicht?

Tja, was darf man nun wirklich beim Abnehmen essen? Das ist eine Frage, die sich ganz viele immer wieder stellen.

Jede Woche eine neue Super-Diät, die verspricht, das einzig wahre Konzept beim Abnehmen zu sein. Doch was ist denn nun die richtige Ernährung zum Abnehmen? Low-Carb? Weight-Watchers? …

In diesem Artikel erfährst du, was wirklich dran ist an all den Konzepten und warum zu strikte Essensvorschriften in den allermeisten Fällen nach hinten losgehen.

Was ist die richtige Ernährung beim Abnehmen?

Soll ich nun für immer auf Kohlenhydrate verzichten oder muss ich extrem beim Fett aufpassen?

So oder so ähnlich ist eine häufig gestellte Frage. Ich selbst habe mir solche Fragen schon sehr oft gestellt. Immer dann, wenn die Hosen wieder enger wurden …

Und ich habe auch beinahe alles ausprobiert. Kalorien-Zählen, Low-Carb, Detox, … Ich hatte auch durchaus Erfolg damit. Kurzfristig hab ich abgenommen. Langfristig konnte ich mich jedoch nie richtig mit einem dieser Konzepte anfreunden.

Irgendwann war ich dann immer wieder bei meinem alten Essverhalten und die mühsam abgehungerten Pfunde waren dann auch schnell wieder drauf.

Die Low-Carb Diät

Ein paar Wochen auf Kohlenhydrate zu verzichten und die geliebten Nudeln aus dem Essensplan zu streichen, kann kurzfristig durchaus zum Erfolg auf der Waage führen. Ich selbst habe sogar sehr viel mit Low-Carb abgenommen.

Das Problem dabei: Irgendwann bekommt man einen solchen Heißhunger auf Nudeln, dass man dann doch wieder in alte Muster zurückfällt. Vor allem passiert das dann, wenn man wie ich damals sehr strikt Kohlenhydrate aus seinem Essensplan streicht. Verbote üben nämlich einen ganz besonderen Reiz auf uns aus.

Wir wollen immer das, was wir nicht haben können.

Und auch wenn du denkst, dass solche unterbewussten Reize keinen großen Effekt auf dich haben. Du solltest dir dabei nicht allzu sicher sein. Tatsächlich spielt dein Unterbewusstsein nämlich eine ganz entscheidende Rolle beim Abnehmen!

Die verbotenen „Früchte“ üben einen solch großen Reiz auf dich aus, dass du dich dann früher oder später darauf stürzt.

Eine kohlenhydratarme und eher eiweißreiche Kost kann dir durchaus beim Abnehmen helfen. Komplett verbieten solltest du dir dabei jedoch gar nichts.

Detox und Fasten

Natürlich kann man sich auch direkt zu noch drastischeren Maßnahmen entschließen. Einfach gar nichts mehr essen! Oder zumindest beinahe.

Auch ich habe es schon mal mit der sogenannten Detox-Kur versucht. Das Ergebnis: Naja, ich habe dadurch tatsächlich unglaubliche 5 Kilos in 10 Tagen abgenommen! Das Schlimme daran: Es hat glaube ich keine weiteren 10 Tage mehr gedauert, da waren die Kilos schon wieder drauf. Der Jo-Jo-Effekt hat gnadenlos zugeschlagen …

Aber nicht nur aus diesem Grund kann ich diese extreme Tortur nicht empfehlen. Ich spürte ungefähr ab dem dritten Tag, wie sehr mein Körper sich dagegen gewehrt hat. Ich war absolut kraftlos und hatte auch mit starken Kopfschmerzen zu kämpfen …

Noch einmal würde ich mir dies auf jeden Fall nicht antun, zumal es auch noch vollkommen ungeeignet zum Abnehmen ist. Du versetzt bei einer solch radikalen Vorgehensweise nämlich deinen Körper in eine Art Notfallmodus. Dein Stoffwechsel fährt runter und dein Grundumsatz senkt sich.

Dein Körper stellt sich irgendwann einfach auf die geringe Energiezufuhr ein und kommt deswegen später auch mit weniger aus. Nach der Kur nimmst du dann schlagartig wieder zu, weil dein Körper nun schon bei ganz normalen Essensmengen Fettreserven anlegen kann.

Vielleicht mag eine solche Kur für eine Art spirituelle Erfahrung oder zum Test für die eigene Willensstärke geeignet sein. Beim Abnehmen wird sie dir aber nicht helfen …

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Intermittierendes Fasten

Beim intermittierenden Fasten soll das Problem des Jo-Jo-Effekts umgangen werden, indem immer nur 2 Tage am Stück gefastet wird.

Bei Abwandlungen dieser Diät (z.B. der Dukan-Diät), wird an diesen 2 Tagen nicht komplett gefastet, sondern „nur“ die Kalorienmenge stark reduziert oder auf Kohlenhydrate oder Fett verzichtet.

Durch diese 5-zu-2-Taktik soll vermieden werden, dass der Körper den Energieverbrauch runter fährt und sich an die Umstellung gewöhnen kann. Auch die zum Abnehmen so wertvolle Muskelmasse soll dabei erhalten bleiben.

Das Problem dabei ist jedoch: Selbst wenn dieses Konzept funktionieren sollte, willst du tatsächlich von nun an wirklich immer 2 Tage die Woche fasten?!

Klar wirst du abnehmen, wenn du 2 Tage die Woche wenig, bis gar nichts mehr isst. Aber was passiert, wenn du wieder normal isst, 7 Tage die Woche? Die Probleme in deiner Ernährung, die dich zum Übergewicht geführt haben, werden durch die Fastentage ja nur temporär gelöst …

Schaden kann es bestimmt nicht, mal den einen oder anderen Tag weniger zu essen. Doch dauerhaft 2 Tage die Woche Fasten. Für mich wäre das nichts!

Kalorien-Zählen oder Weight-Watchers

Ob du nun anfängst Kalorien zu zählen oder dich bei Weight-Watchers anmeldest. Beides zielt im Grunde darauf hinaus, deine Kalorienmenge schrittweise zu verringern.

Und generell halte ich eigentlich recht viel von diesem Konzept.

Denn auch wenn man jetzt nicht immer nur so hundertprozentig auf die Kalorien gucken sollte und es dabei auch noch darauf ankommt, wie sich die Kalorien zusammensetzen …

Es ist trotzdem eine ganz gute Herangehensweise, um mal zu sehen, wo denn eigentlich die Probleme liegen. Wo holst du dir tagtäglich leere Kalorien rein? Wo könntest du relativ einfach sparen? …

Das Gute dabei: Du musst auf nichts komplett verzichten. Eben halt nur gut Haushalten. Und das ist wohl auch das größte Problem dabei. Es ist zusätzliche Arbeit, ständig Kalorien zu berechnen oder Punkte zu zählen.

Irgendwann kommt dann aber meistens der Punkt, an dem immer mehr geschludert wird. Hier und da wird das Ausrechnen mal vergessen und dann ist man irgendwann eben doch wieder beim alten Essverhalten. Wirklich erfolgreich wirst du dabei also nur sein, wenn du wirklich dauerhaft und diszipliniert weitermachst.

Was darf ich beim Abnehmen essen? – Fazit

Letztendlich gibt es keinen klaren Gewinner oder Verlierer bei diesem Diätenvergleich.

Es ist durchaus möglich mit der einen oder anderen Taktik abzunehmen …

Leider schaffen es dann aber trotzdem nur die allerwenigsten, das Wunschgewicht zu erreichen geschweige denn zu halten.

Das große Problem bei Diäten ist nämlich ganz einfach, dass sich dabei meistens nicht wirklich etwas verändert.

Man durchbricht für eine gewisse Zeit die Essgewohnheiten, doch früher oder später wird man dann doch wieder rückfällig …

Tatsächlich Gewichtsprobleme zu lösen bedeutet jedoch wirklich dauerhaft etwas zu verändern. Soll heißen: Du wirst schon dauerhaft deine Ernährung umstellen und mehr Bewegung in deinen Alltag einbauen müssen. Nicht nur temporär.

Um dauerhaft sein Verhalten zu verändern, muss jedoch in gewisser Weise auch eine Veränderung im Kopf stattfinden. Deine Einstellung muss sich verändern. Zur Ernährung. Zum Sport.

Es muss im Grunde bei dir „Klick“ machen und das funktioniert eben nicht durch eine Diät …

Lies dir dazu vielleicht auch noch meinen Artikel zum Intuitiven Essen durch.

Abnehmen Was darf ich essen ?Fettverbrennung ankurbeln – Lebensmittel die helfen

Lebensmittel als Fettkiller? So drastisch möchte ich das nicht sagen. Und vor allem wird man auch nicht nur durch das Essen bestimmter Lebensmittel abnehmen können.

Doch es gibt ein paar Lebensmittel, die beim Abnehmen sehr hilfreich sein können, insbesondere bei der Fettverbrennung. z.B.

  • Grapefruits: Sie sind zwar recht bitter, aber gerade diese Bitterstoffe helfen insgesamt doch dabei etwas weniger zu essen und das Hungergefühl zu bremsen. Darüber hinaus aktivieren Grapefruits den Stoffwechsel, insbesondere sogar den Fettstoffwechsel.
  • Papayas: Die Papaya regt den Eiweißstoffwechsel an, hilft bei der Verdauung von Fetten und bietet wertvolle Vitamine und Mineralien.
  • Frische Feigen: Sie enthalten viel Pektin, machen also satt. Sie regen die Verdauung an und beschleunigen vor allem den Stoffwechselprozess. Feigen sind zwar sehr süß und du darfst sie auch nicht zu viel essen, doch als Ersatz für Schokolade und Co. sind sie bestens geeignet.
  • Spargel: Er besteht zu 93-95 % aus Wasser (egal ob grün oder weiß). Enthält viel Kalium und andere wertvolle Mineralien. Spargel macht also satt und bietet deinem Körper ganz viele Nährstoffe. Wenn es ihn gibt, solltest du also zugreifen. Auf die Sauce hollandaise oder Butter aber natürlich besser verzichten.

Den Stoffwechsel ankurbeln

Nicht nur Crash-Diäten bringen deinen Stoffwechsel zum Erliegen. Es hat auch viel mit unserem Lebensstil und unserem Alltag zu tun, dass der Stoffwechsel bei sehr vielen in den Keller rutscht. Für den ganzen Tag im Büro und auf der Couch sitzen, ist unser Körper einfach nicht geschaffen.

Wenn also deine täglichen Aktivitäten sich auf den Weg von der Haustür zum Auto und wieder zurück beschränken, dann solltest du nach Wegen suchen, wie du dir wieder mehr Bewegung in deinen Alltag holst.

Und wenn bei dir beim Begriff „Sport“ jetzt schon die Alarmglocken angehen und sich ein Gefühl von Stress in dir breitmacht, keine Panik, es muss nicht immer der Besuch im Fitnessstudio … sein. Du musst und sollst dich eigentlich auch nicht zum Sport zwingen, denn auch das würde wieder früher oder später nach hinten losgehen.

Es ist im Grunde das Gleiche, wie bei Verboten beim Essen. In dem du lustlos dein Sportprogramm abarbeitest und dich damit stresst, wirst du deine negativen Verknüpfungen zum Sport nur immer mehr verstärken …

Meine Empfehlung an dich ist es, dich erst einmal ganz langsam wieder an Sport heranzutasten.

Um deinen Stoffwechsel anzuregen, brauchst du auch noch nicht mal die Joggingschuhe anziehen. Es reicht schon beinahe aus, wenn du ganz einfach häufiger mal im Alltag deinen Kreislauf in Schwung bringst.

Nimm also von nun an jede Treppe. Mach einen Spaziergang. Mach ein paar Kniebeugen …

Abnehmen leicht gemacht

Ich bin generell ein Fan davon, es sich beim Abnehmen so leicht wie möglich zu machen. Doch bei einer Diät, da möchte man es sich ganz einfach zu einfach machen. Diäten sind ja immer nur eine reine Symptombehandlung.

Du durchbrichst kurzzeitig dein Verhalten, nimmst meinetwegen auch ein paar Kilos ab, doch solange sich dabei nicht auch dauerhaft deine Gewohnheiten verändern, wird das Problem ganz einfach immer wiederkehren.

Der Schlüssel zum dauerhaften Erfolg beim Abnehmen liegt in deinem Unterbewusstsein. Es sind jene unbewussten Muster, die es dir so schwerfallen lassen, die Schokolade zu meiden und die Joggingschuhe anzuziehen …

Erst wenn du diese Verknüpfungen gelöst hast, kannst du im Grunde tatsächlich von einem Erfolg beim Abnehmen sprechen.